236
ENTARTUNG UND GENIE.
und in Erpressungsversuchen L) ergeht, und dabei indas sanctissimum des Familienlebens eindringt,während er doch ausserhalb solcher Stunden keinerGcwaltthat fähig ist und in seiner Liberia schreibt:
*) An den Minister De .Sanctis,
Herr de Sanctis,
Sie machen mir keine Furcht, sondern flössen mir nur Abscheuund tiefste Verachtung ein, besonders seit es in meiner Hand liegt,Sie sofort aus dem Rath des Königs-Gentleman, zu entfernen.
Ich meine jenen Handel mit Staatsgeheimnissen, den Sie inTurin getrieben haben, als Sie das erste Mal Minister waren.
Ich wiederhole es Ihnen ins Gesicht, dass Sie ein Narr sind,und ein schamloser Feigling. Ich habe Muth! Mag man michvor den Unterrichtsrath schleppen! Ich verlange esl Ich wieder-hole Ihnen, Sie sind ein elender LügnerI Muth! Ich erwarte Siein Rom.
P. Sbarbaro.
An den Minister Guido Bacqjli,
Rom , Campo Marzio 84. 18. Juli 1882.
Herr Minister,
Denken Sie daran, Excellenz, dass ich Sie wegen dieser Ver-setzung weder bitte, noch belästige. Ich erwarte dieselbe, ohnedie Absicht zu haben, Ihnen, Baccelli, besonders dankbar dafür zusein und ohne Ihnen die feige, blutige Beleidigung zu verzeihen,die Sie mir angethan haben, und die ich, ehe ich sterbe, auf dieeine oder andre Weise rächen werde.
Ich habe mir einen fünfläufigen Revolver gekauft (dies istder Grund, weshalb ich Herrn Augusto Baccelli seine 15 Lire nichtzurück erstatten kann) und mit dieser Waffe werde ich alle Theilebefriedigen, indem ich erst Struwer erschiesse, jenen Fremden, derauf Ihren Befehl Lügen aufgebracht hat, um mich zu beleidigen,dann Sie und dann mich selbst.
Ich ersuche die Unterrichts-Verwaltung, mich nach Bologna zu versetzen.
An Herrn Cretin, Unterrichtsministerium.Eine Frau beleidigen, Du B'eigling, gehört nicht zur Aus-übung deines Amtes, und ich werde Dir den Schädel einschlagen,wofür es Dir überlassen bleibt, mich den Gerichten anzuzeigen. DuMemme, ohne Vergangenheit und ohne Zukunft.
Sbarbaro.