GENIE UND IRRESEIN.
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schaft wieder ins Leben rief, und den PriesterImperiuzzi an ihre Spitze stellte. Teils um sich vonden Strapazen des Kerkers zu erholen, teils auch,um bei den fanatischen Legitimisten als Märtyreraufzutreten, begab er sich nun nach Frankreich , odervielmehr wurde er, wie er angab, »von Gott dort-hin entrückt«. In einer burgundischcn Stadt dictirtcund veröffentlichte er ein Buch, das er mit Rechtgeheimnissvoll nennt, unter dem Titel: Mein Kampfmit Gott oder das Buch mit sieben Siegeln, mit einerBeschreibung der Natur und der sieben einigen Städte,ein Gemisch von Genesis und Apocalypse, mit einerFlut von verrückten Auslassungen; ferner verfassteer hier ein Programm, das an alle regierenden Fürstengesandt werden sollte, in dem er sich selbst den»grossen Monarchen« nennt, alle Fürsten auffordert,sich mit ihm zu verbünden, und prophezeit, dasssich zu unerwarteter Zeit dem lateinischen Volk dasEnde der Welt offenbaren, und zwar in einer Weise,die der stolzen Menschheit nicht gefallen würde;er selbst nennt sich in diesem Werk: Herzog, Meister,Führer und Fürst über alle Mächtigen der Erde;Pater Imperiuzzi, der dieses Machwerk abschrieb,verbesserte die gröbsten Irrthümer darin.
Vielen seiner »Werke« ist nicht nur die unver-diente Ehre des Drucks, sondern sogar die einerUebersetzung ins Französische zu theil geworden,dank der Unterstützung Leon du Vachat’s und einigerrcactionärer Italiener und Ausländer, die den armenNarren ernst nahmen.
Allmählich fing er an, gegen die Corruption desPricsterstandes zu Felde zu ziehen, sowie gegen dieOhrenbeichte, die er durch eine öffentliche ersetzenwollte; nun erklärte der heilige Stuhl seine Lehrenfür Irrlehren, seine Schriften für revolutionär,und Lazzaretti, der noch vor kurzem eine Schriftzu Gunsten des Papstes verfasst hatte, — Lo statuta