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Entartung und Genie : neue Studien / von Cesare Lombroso ; gesammelt und unter Mitwirkung des Verfassers Deutsch Herausgegeben von Dr. Hans Kurella
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GENIE UND IRRESEIN.

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scheidenheit war, sieht man aus folgenden Zeilen:»Ich wiederhole es, dass wir geweiht sind, ich undmein Geschlecht, und dass ich unabhängig sein will,das verlange ich von Dir kraft meiner Ahnen, unterdieser Bedingung nehme ich das von Dir gemachteAnerbieten der Weltherrschaft an«, ln einem Briefean den König sagt er: »Mir, dem elendesten der

Menschen, aus dem Geschlechte.Mir hat Gott

die ganze Erde versprochen. Als Beweis verlieh ermir die Gabe der Prophezeiung, einen erleuchtetenSinn zur Verbesserung der Gesetze und zu neuenEntdeckungen in Künsten und Wissenschaften.«

Wenn man nun diesen seinen grossen Entdeckun-gen auf die Spur geht, so findet man, dass sie ineiner lächerlichen Verwässerung der ersten Capitclder Genesis mit einer Art Paläontologie als Anhangbestellt, die in dem Gehirn eines Bauern entstandensein könnte, der zum ersten Male in einem Museumist. Zum Beispiel: »Zu Anfang gab es 15 Arten vongrossen Thicren, die untergingen, weil sie zu grosswaren und davon gehörten 9 zu den Widerkäuernund 3 zu den Amphibien. Diese Thierc waren der-art beschaffen, dass kein Eisen ihren schuppigenPanzer spalten konnte. Es gab Reptilien, die giftigenAthem hatten, diese waren für das Wasser bestimmtund die Menschen nannten sic ,die Thierc des Todesund des Giftes 1 ( 111 ) u. s. w.

»Zur Zeit des Thurmbaues zu Babel that sich einRiss im Erdball auf, der trennte den Nordenvom Westen; die Polarvölker leben noch heute inDunkelheit und Schmutz. Alle diese einzelnenWahrheiten blieben dem menschlichen Gedächtnissebis nach der Sündfluth verborgen und ihre Ent-deckung war aufgespart für die Fülle der Zeiten.Der Mensch soll alles erfahren nach der Eröffnungdieser Siegel«.

In dem Buche Des fleurs cclestes sagt er von sich