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Abhängen so vieler Pflanzenerde Unterstützung zu bie-ten, dass eine grüne Decke sich zu erzeugen verruögte.Mehre zerfallene Burgen, auf unzugänglichen Fel-sen erbaut, hängen gleichsam über den Weg herab:Zeichen der alten heroischen Zeit der Schweitz . Vor-züglich fest musste die Burg Falkenstein gewesen seyn.
Verschiedene Pflanzen bezeichneten die Nähe ho-llerer Gebirge, da sie vorzugsweise nur au derenFusse gedeihen, wie Coronilla Emerus, Lonicera xy-losteum, Viburnum Lantana, Fraxinus excelsior. AuchGeum rivale und Paris quadrifolia waren am erstenMittage häufig. Eine der letzteren hatte als unge-wöhnliche Bildung vier Kelch - und Blumenblätter,einen viertheiligen Fruchtknoten, aber fünf Griflelund neun Stauhgefässe. Die Stengelblätter hattenebenfalls die gewöhnliche Zahl. Diese Hinneigungzur Fünflachheit der Theile in eine Pflanze aus derOrdnung der Asparageen muss in der That sehr auf-fallen. — Reps, Eichen, Nussbäume stunden in vollerBlüthe. Auch viele Aepfelbäume blüheten noch, undan den höheren Punkten, über welche der Weg sichZü g, sogar Zwetschen und Kirschen. Auffallend warus mir daher, hier, so wie an andern ähnlichen Ortender Schweitz, den Hanf bedeutend weiter voran zusehen, als im Badenschen Rheinthale. Der Getreide-bau steht hier, wie in allen Gebirgsgegenden derSchweitz , dem Futter- und namentlich dem Wiesen-bau sehr nach; aber Obst wird vieles gezogen, doch^ohl hauptsächlich nur zu Bereitung des Cyders undv erschiedener gebrannten Wasser.