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freundlicher und edeldenkender Charakter, die Rück-kehr der Emigranten, besonders wenn sie sich per-sönlich an ihn wandten und schon dadurch einegemässigte Denkensart kund gaben, im Stillen be-günstigte. Im September 1795 reisete Montvallat,die Schwester mit ihren Kindern in Münster zurück-lassend, nach der Schweiz ab. Knapp mit Reisegeldversehen, da ihm noch kurz vor der Abreise eineForderung von 13 Dukaten anstatt mit Geld nurmit einer Anweisung auf einen andern zweifelhaftenSchuldner bezahlt wurde, war er dennoch zu zart-fühlend, als dass er einen seiner Freunde für einenVorschuss in Anspruch genommen hätte. Wegen derkriegführenden Armeen musste er den Weg überNeukirchen, Paderborn, Cassel, Salzungen, Erlangen u. s. w. nach Konstanz einschlagen, wo ihm derkaiserliche Stadthauptmann einen Pass ausstellte, umüber Zürich nach Mühlheim im Breisgau zu reisen.Hier war nämlich das Hauptquartier des Conde’schenCorps, in welchem Montvallat mehrere Bekanntehatte, die er noch zu besuchen wünschte. In derSchweiz wurde sein Pass nirgends visirt, weil diessden bestehenden Verboten, Emigranten namentlichvon Konstanz her den Eintritt in’s Land zu gestatten,widersprochen hätte. Erst beim Austritt über dieGrenze nach dem damals zu Vorderösterreieh ge-hörenden Frickthal geschah diess von den kaiser-lichen Militärposten in Frick, Rheinfelden, Horn undalsdann von der kaiserlichen Legation in Basel . Sobrachte er endlich auf einem Umweg von mehr als