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Briefwechsel des Grafen Montvallat oder Erinnerungen an die französische Emigration von 1792 bis 1797 / herausgegeben von W* M* [Wilhelm Meyer]
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hin: „Seit acht Tagen wissen wir nicht, wohin wir„bestimmt sind. Es scheint, die Herrn Oesterreicher„bedürfen unser nicht jenseits des Rheins. — Die„Contrerevolution hängt allerdings nur an einem„Faden, aber dieser Faden scheint mir ein zweiter„gordischer Knoten zu sein. Möge uns Gott bald„einen zweiten Alexander erschaffen.“

Drei Monate später (im April 1796) waren Frie-densgerüchte im Umlaufe und gleichzeitig ging dieRede von einer politischen Machenschaft, an welcherSieyes, Dumourier, Kecker und seine Tochter, Frauvon Stael , sich betheiligt haben sollen, um demHerzog von Orleans (dem nachmaligen König Lud-wig Philipp) zur Diktatur zu verhelfen. Sogar beidem Conde’sehen Cerps machte man sich mit demGedanken vertraut, abgedankt zu werden und nachFrankreich zurückkehren zu dürfen.

Im Juli 1796 gibt Roquefeuil bereits die Hoff-nung auf einen guten Ausgang des Feldzugs ver-loren. Es ist eine gewöhnliche Erscheinung, dass heigeschlagenen Armeen oder bei solchen, welche inFolge anhaltender Rückzüge sich als geschlagen er-achten, Friedensgerüchte auftauchen und es ist immerein bedenkliches Zeugniss für den Zustand solcherArmeen, wenn diese Gerüchte Wurzel fassen undgerne geglaubt werden. So schreibt Roquefeuil ausdem Lager bei Villingen vom 17. Juli, im Begriffden Rückzug gegen Doneschingen fortzusetzen, derFriedensschluss könne nicht lange ausbleiben. Seineletzten Briefe sind vom 22. und 25. Juli aus Don-