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der Befehl nicht von Herzen geht. Vorerst wurdenachträglich bewilligt, das weibliche Geschlecht vonder Massregel auszunehmen, dann die Kranken. Zurvollen Ausführung gelangte sie im Canton Freiburgerst im Jänner 1798 kurz vor dem Einmarsch derFranzosen .
Immer waren diese Beschlüsse, wenn auch mitSchonung vollzogen, für viele Emigranten ein harterSchlag. Gleich einem Wild von einem Land in’sandere gehetzt zu werden, ist, besonders wenn mandie Familie mit sich hat, ein schweres Loos. DieBestreitung grosser Reisekosten, wenn man kaumdas Nöthigste zum Leben besitzt, die Einbusse aufdem aus Noth verkauften Hausgeräthe, der Verlusteines kaum begonnenen Erwerbszweiges muss zuletztden gänzlichen ökonomischen Ruin herbeiführen. Zu-dem wussten sie beinahe nicht mehr, wohin sie sichwenden sollten. In der Nähe der Schweiz war keinZufluchtsort mehr zu finden. In Konstanz , wo sichihrer schon eine grosse Zahl befand, wollte mannicht mehrere aufnehmen und überdiess wurde dieseStadt zeitweise von den Truppen der französischenRepublik heimgesucht. So drohete auch dem Tyrolvon Deutschland und Italien her die äusserste Kriegs-gefahr. Den meisten Emigranten blieb keine andereWahl als allem aufzubieten, um auf irgend welchemWege die Rückkehr nach Frankreich zu erwirken.
Ihre Stellung blieb, die Reichen ausgenommen,allerwärts eine gedrückte. Ueber die Emigranten inEngland schreibt der früher genannte Bischof von