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Die Inseln des Stillen Ozeans, eine geographische Monographie / Carl E. Meinicke
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Die Austral- oder Tubuaiinseln.

mässigten Zone), von den nördlicheren Archipelen ab. Der Passatweht hier besonders in den Monaten October bis April und bedingtgutes, helles Wetter; in den übrigen Monaten dringen die West-winde der höheren südlichen Breiten öfter bis zu ihnen vor, begleitetvon vielem Regen und von Orkanen, und sie führen die vom Maibis zum October dauernde Regenzeit mit sich. Damit hängt esauch zusammen, dass in den östlichen Inseln der Brodfruchtbaum 'nicht mehr wächst, die Kokospalme nur schwer gedeiht und in Rapakeine Früchte mehr bringt. Im Uebrigen ist das Klima gesund,gemässigt und sehr gleichförmig; in Rapa beträgt die Mitteltempe-ratur im Sommer 22, im Winter 18 0 C.

Die einzelnen Inseln sind:

1. Narurotu scheint in den Herveyinseln 2 ) die Insel benanntzu werden, welche 1824 entdeckt und Hüll benannt ist, 1845 vondem Capit. Sands den Namen desselben erhalten hat. Es ist einekleine Lagunengruppe (21 0 50' Br., 154 0 W. Lge.) von 2 J j 2 M. Um-fang, auf deren Riff 4 bis 5 kleine, bewaldete, unbewohnte Inselnliegen.

2. Rimatara, von Capit. Henry entdeckt (22 0 40' Br., 15 2° 5'Lge.), ist eine kleine Insel von z j 2 M. Länge OSO. von Narurotu,die in der Mitte nur 100 M. hoch ist und sich nach den Küstensanft herabsenkt, der Boden ist fruchtbar und reich. Ein Küstenriffumgiebt sie, ein Ankerplatz fehlt, doch lässt sich bei mässigenWinden an der Ost- und Westküste landen.

3. Rurutu, 1769 von Cook entdeckt 3 ) (22 0 29' Br., 151 0 24'Lge.), ist eine kleine Insel O. von Rimatara von 1 M. Länge und3 M. Umfang. Die Mitte ist ein bergiges Land mit einem Pik vongegen 400 M. Höhe, von dem sich die Berge zu den Küsten herab-senken, von schönen, gut bewässerten Thälern durchschnitten undvon üppiger Vegetation bedeckt. In der fruchtbaren Küstenebene,die sie umgiebt, erheben sich ganz isolirt auffallende, steile Fels-klippen, die aus erhobenem Madreporenkalk bestehen, während dieBerge vulkanische Gesteine haben. Ein Küstenriff umgiebt die Insel,der ein Ankerplatz fehlt; die Landung ist der Riffe halber sehrbeschwerlich.

4. Tubuai, von Cook 1777 entdeckt (23 0 22' Br., 149 0 36'Lge.), liegt etwa 25 M. SO. von Rurutu und hat etwas über 1 M.Länge und 3 bis 4 M. Umfang. Das Innere enthält Berge, welchezwei durch einen Isthmus verbundene Bergländer im Nordost- und