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ben mögen, ob nicht in allweg besser seyn,auch viel Zeit und groffer Unkosten erspartwerden möchte, wann man gegen Ihr Majest.Dieser Konigl. Frengebigkeit sich freundlich besdancken, die Grund einer schwerfallendenVerlängerung der Reyß, und deß zunahen.den Winters vorwenden, also jedes Ort seisner Gelegenheit nach die Reyß fortstellen tha-te? Harentwegen gleichwol das Bedenckeneingefallen, es dorfften Ihr Majeft. den Auß,schlag Ihrer Königl. Wohlwollenheit, dieSie hierdurch aller Welt kündig zu machenfuchten, ohnbeliebig auffnemmen, ja gar zuVerdruß und Ungutem permercken, in Erachtung bereits aller Orten die Anstalt undfoftbarliche Vorbereitschafft ihren Fortganggewunnen, dahero man selbige mit Dancanzunemmen, und aller andern Confidera-tion vorzuziehen hätte. Wie dann auch geschehen, und nachdem die Begrüssung vondem Magistrat durch den Meyer, einen verstandigen, wohlgelehrten Mann, in sehr zierslicher und weitläufftiger Form, mit LobsSprüchen der Endgnoffischen Heldenthaten,und sonderlich der Cron Franckreich treugesleisten Diensten angefüllt, auch die Gegen- Redund gewohnliche Complimenten vorben gewessen, hat man die Herren Ambassadoren inKutschen von dannen in deß Königs Hauß,einen ansehenlichen Pallast geführt, und allda under einer unzahlbaren Menge Mannensund Weibervolcks, samt ihrem gangen Co-
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