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Parisische Reyss, Handlung und Bünde-Schwür das ist: wahrhafftige Erzehlung was sich in der zwischen dem Aller-Christlichen König zu Franckreich und Navarra Ludovico XIV. an einem so denne den XIII und V zugewandten Orten hochlöblicher Eydgnossschaft, im Jahr 1663 zu Pariss verpflogenen Bundes-Erneuerung zugetragen / geschrieben durch Johann Georg Wagner
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Sonntags darauf sind Sie mit etlich undzwanzig Kutschen in des Herren CanglersVallast zum Mittagessen abgeholet, bey demEingang des Hauses von beyden Marggraffen de Coaslin und Rochefort, weilen HerrCangler Meffire Pierre Sèguier, Duc deVillemort, Comte de Gien,& c. welcher besreits bey 30. Jahren dieses hochansehenlicheAmt loblich versicht, damahl unpáßlich war,höflich empfangen, durch zwey grosse mit sehrFöstlichen gestickt und gewürckten allfarbigenTeppichen, vergulten Schreiner- Werck, Gesmáhl und anderen Sachen behängte Sáálin ein kleines, und hernach in ein gar langesZimmer, allda die Taffel für die Herren Am-baffadoren, und in anderen Nebend: Sáálenfür Ihre Edelleut und Diener zugericht war,hinein geführt, und also scheinbarlich tractirtworden, daß man in Wahrheit die Augenverlohren, und nicht hätte genugsam zusehen imögen, wann nicht underdessen die 24. Kosnigl. Spielleut, samt anderen so man aufFranzosisch Hautsbois nennet, ein Diverfionigemacht, und eben so viel Lust und Ergókslichkeit den Ohren, als die kost- und künstlichzugerichte Speisen dem Mund verursachet hatsten. Ben Ende dieses ohngefehr drey stúnedigen Gastmahls, als man eine zeitlang indem Nebend- Saal mit einandern converfirt,kame der Durchlauchtige Hochgeborne Fürstund Herr, Hr. Heinrich von Lothringen,Graff von Harcourt, Obrister Stallmeister

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