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die Kirchen begleitet, allwo in einem großsen Saal eine rechte Königliche Mahlzeit zuvier Gangen, jeden bey 80. Richten und halbso viel beygeschobenen Tellern von allerhandaußerlesenen Speisen zubereitet war. Dawurden Sie nach einander auf der einen:danne der Herzog d'Enguyen, Herzog deVernevill, de Beaufort, und bey 35. dervornehmsten Hoff: Herren samt den Introdu-ateurs des Ambaffadeurs, wie auch HerrnDabon, Treforier General des Ligues deSuiffe,& c. auf der andern Seithen: derPring von Condé aber einzig oben angesetzt.
Bey der dritten Bestell- und Abänderungder Speisen, als man bald von der Taffelauffstehen wollen, kamen beyde Königin, derHerzog und Fr. Herzogin von Orleans, Ma-demoifelle d'Alencon und andere Dames,so mit dem König in einem absonderlichenSaal das Immiß- Mahl genossen hatten,ſetzten sich auf einen erhebten Orth, und schauesten eine gute Weil dieser Tractation zu, vereursachten darbey, daß man eben so viel ihrenFürstlichen Auffzug und Sittsamkeit der Gesbárden, als die Vortrefflichkeit dieses GastSahls, und die gute Ordnung damit manbedient war, verwunderte. Etwas Zeits hernach kame der König selbst, stellte sich obenan die Taffel, truncke seinen werthisten Gässten und allerliebsten Bunds- Genossen zu:redete bey einer viertel Stund Dieselben mitganz freundlichen und liebreichen Worten an,e s
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