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verdankt ihm eine Reihe einlässlicher Relationen über ihre Verrichtungen, und eine nichtunbeträchtliche Anzahl interessanter Vorträge meistens über Gegenstände der Landwirtschaft,die er selbst praktisch zu üben und genau zu beobachten Gelegenheit fand, so wie lehr-reiche Rruchstücke aus seinen Reisebeschreibungen, namentlich über die welschen Landvog-teien, in denen er sich längere Zeit aufgehallen hatte; auch bereicherte er das Naturalien-cabinet durch eine beträchtliche Anzahl von Naturproduclen, die er während seines Aufent-halts in Neapel zu sammeln bemüht war.
Die erste fast fünfzigjährige Periode der Wirksamkeit der physikalischen Gesellschaftschliesst sich nun mit dem am 6. Mai 1790 erfolgten Hinscheide ihres würdigen Präsidenten,des Chorherrn Johannes Gessner .
Dieser an Gelehrsamkeit wie an Tugend gleich ausgezeichnete Mann, der wahreGründer, der Ruhm und die Zierde der Gesellschaft, war bis zu seinem hohen Greisenal-ter die Seele sowohl ihres organischen als geistigen Lebens gewesen. Ihm hatte sic denPlan und die nüthigen Einleitungen zu ihrer ersten Einrichtung zu danken; von ihm gingdie erste Anregung zu Anlage ihrer Sammlungen aus, zu denen er selbst meistens auchden ersten Grund legte, und oft namhafte Geldbeiträge Unterzeichnete. So z. ß. war erder Erste, welcher die Gesellschaft mit ßüchcrn und Instrumenten beschenkte, und zumAnkauf eines Grundstücks für einen botanischen Garten eine beträchtliche Summe aussetzte;das schönste Geschenk jedoch, auf welches der Geber selbst den höchsten Werth legenmochte, war sein ausgezeichnet reiches und kostbares Herbarium. Seiner Vorsorge undBemühung war es vorzüglich gelungen, der Gesellschaft ihre so ansprechende und schöneWohnung zu erwerben. Aber nicht nur in materieller, sondern auch vorzüglich in wissen-schaftlicher Beziehung war Gessner unablässlich darauf bedacht, Alles was zum Nutzenund Gedeihen der Gesellschaft dienen konnte, für dieselbe in Anwendung zu bringen. Ausdem reichen Schatze seiner Kenntnisse und seiner ausgedehnten Belesenheit theilte er fort-während der Gesellschaft, theils in mündlichem Vortrage, theils auch in schriftlichen Recen-sionen, den summarischen Inhalt je der neuesten litterarischen Erscheinungen, ausserdemaber auch eine Menge eigener Erfahrungen und Beobachtungen, und viele wichtige Abhandlun-gen über mannigfaltige naturwissenschaftliche Gegenstände mit. Nicht geringeres Interesse ge-währten der Gesellschaft seine zahlreichen Miltheilungen aus seiner ausgedehnten Corres-pondenz mit den grössten Gelehrten seiner Zeit, einem Linne, Boerhave, Gronovius, Jussieu,Gmelin, Seguier, Trew, Brander, Beruouilli, Sulzcr, Lambert etc. vorzüglich aber mitseinem vertrauten Freunde Albrecht v. Haller. Von besonderm Werthe waren auch diehäufig seinen Recensionen neu erschienener Werke beigefügten biographischen Notizen überdie Verfasser derselben. Die Gründung des ersten botanischen Gartens der Gesellschaft,so wie die Einrichtung des später von ihr beworbenen Gartens, war vorzüglich sein Werk,
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