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Der Besuch der Sitzungen verminderte sich von Jahr zu Jahr, der Gegenstand vielerj Vorträge schien ein banges Missbehagen der Bearbeiter zu verrathen, die Zahl der austre-i lenden Mitglieder vermehrte sich auf ungewöhnliche Weise, und erst als der politischeHorizont sich wieder zu erheitern begann, fand sich wieder eine Anzahl jüngerer Mit-bürger ein, welche sich zur Aufnahme in die Gesellschaft meldeten; selbst der schnelleWechsel mehrerer Officianten dürfte in dem alle Arbeit erschwerenden und auf jedem Ver-hältniss lastenden Druck der Zeiten seinen Grund haben. Den empfindlichsten Nachtheil1 indessen verspürte die Oekonomie der Gesellschaft theils durch verschiedene unmittelbareVerluste, theils durch verminderte Einnahmen an Jahrgeldern und Geschenken, so wiedurch saumseliges Eingehen der Zinse.
Um zur Linderung des durch den Krieg herbeigeführten Elendes besonders aufdem Lande nach Kräften beizutragen, zumal in vielen Gegenden des Cantons die Bestellungder Felder theils unmöglich gemacht, theils die Arbeit durch die Heere zerstört und dieVorrälhe aufgezehrt waren, beschloss die Gesellschaft, ein bedeutendes Quantum Sommcr-i früchte , namentlich Gerste, Türkenkorn und Erdäpfel anzuschaflen, und um niedrige Preise
l an dürftige Landleute zur Aussaat abzugeben. Sie bewilligte zu diesem Ende hin der ökonomi-
1 sehen Commission einen Credit von fl. 2000, worauf durch Vermittelung Dr. Peyers in Mühl-
hausen die Ankäufe besorgt wurden. Allein das Unternehmen hatte keineswegs den gehofl-i ten Fortgang, und verursachte der Gesellschaft, ohne den beabsichtigten Nutzen zu stiften,einen sehr bedeutenden Verlust.
Schon gegen das Ende der achtziger Jahre war in Besorgung des botanischen Gar-tens einige Lauheit getreten, und verschiedene Mittel, um die Thätigkeit der botanischen: Commission zu beleben, waren nur auf kurze Dauer mit Erfolg begleitet gewesen, bis die
| Aufsicht über den Garten an Dr. Paul Usteri übertragen wurde, worauf diese schöne An-
I läge rasch ein freudiges Gedeihen zeigte; allein bald drohte derselben (im Jahr 1799) durch
I die in der Nähe gelagerten fremden Heere der völlige Untergang, der nur durch den schnell
eingebrochenen Wechsel des Kriegsglücks von demselben abgewendet wurde. Als dann| aber (im Jahr 1801) unter Leitung des Dr. Römers die darniedergelegenen Arbeiten mit
j neuem Eifer wieder aufgenommen wurden, erhob sich der Garten schnell zu bis dahin noch
nie gesehenem Flor.
Einen schmerzlichen Verlust erlitt die Gesellschaft durch den am 18. Februar 1803 plötz-lich erfolgten Tod ihres zweiten Präsidenten Dr. Hs. Caspar Hirzel. Bald nach Gründungderselben war Hirzel schon im Jahr 1746 zum Mitgliede angenommen worden, leistete alsj Besorger der Bibliothek und als Adjunct des ersten Secretärs in den ersten Jahren der
| Gesellschaft nicht unwichtige Dienste, bekleidete dann bis zum Jahr 1752 die vereinigte Stelle
jf beider Secretariate bis 1759, worauf er das Quästorat des Brauchfonds besorgte, bis ihm
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