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V bedeutende Anschaffungen an seltenen Thieren zu machen, und auch in den folgenden| Jahren erhielt die Sammlung vorzüglich durch seine Betreibung viele werthvolle Geschenke,
’ so dass es bald an dem nöthigen Raume zur Aufstellung gebrach, bis endlich im Jahr 1823die Regierung dem dringenden Ansuchen der Gesellschaft Gehör gehend, derselben zu die-; sem Zwecke ein geräumiges und passendes Local im Hinteramte anwies, wo dann ungesäumtdie Naturalien aufgcstellt wurden. Nunmehr flössen derselben von verschiedenen Seiten reicheGeschenke zu, namentlich von den Hrn. Escher-Zollikofer, Schullhess-Escher, Rittmei-ster Klauser, Moquin- Tandon und Dubreuil in Montpellier ,,Beeldsnyder in Gouda , Bremi-Wolf, Sr. Durchlaucht dem Prinzen M. v. Neuwied, Major Imthurin v. Schaffhausen , unddem Besorger des Cabinets Hrn. Oberrichter Dr. Rud. Schinz. Es wurde deshalb eine Com-mission zur Beaufsichtigung und ein Reglement für die Benutzung des Cabinets aufgestellt,und das letztere an gewissen Tagen dem Publicum geöffnet. Cm die Unterhaltung undVermehrung der Sammlung auch für die Folge zu sichern, wurde ein eigener zoolo-gischer Fond gegründet, wozu als erste Grundlage ein grossmüthiges Geschenk von fl. 500ab Seite des kaufmännischen Directoriums verwendet wurde. Von da an erschien auch einsystematisches Verzeichniss des zoologischen Cabinets, und seines jährlichen Zuwachses, dasdem Neujahrstücke beigegehen wurde. Am 31. März übergab nun vollends Hr. OberrichterDr. Schinz eine förmliche Schenkungsurkunde, wodurch derselbe die bereits in der zoolo-gischen Sammlung aufgestellten europäischen Säugcthiere, die ausländischen Vögel, Rep-tilien und Insecten, welche ihm angehörten, der Gesellschaft als Eigenthum überliess.
Im Jahr 1823 verlor die Gesellschaft durch den Tod mehrere ihrer thätigsten Mitglieder,unter diesen den Hrn. Staatsrath Hs. Conrad Escher von der Linth , und Hrn. Schanzenherr Joh.Fehr. Der erstere war der Gesellschaft im Jahre 1794 beigetreten, und leistete derselbenbald nach seinem Eintritt wichtige Dienste, durch Anordnung und Besorgung des Minera-lien- Cabinets, durch Gründung einer geognoslischen Sammlung, die er aus eigenen Mit-teln anlegte, durch zahlreiche Mitlheilungen über Mineralogie, Bergwerkskunde, Geognosie,und Geologie, so wie von interessanten Bruchstücken aus seinen Reisebeschrcibungen durchdie Hochalpen, und durch die jährlichen Relationen, welche er während der frühern Pe-riode als Secretair der mathemalisch-militärischen Gesellschaft vorzutragen hatte. — Auch1 als Mitglied der ökonomischen Commission war Escher früher sehr thätig gewesen. Der
letztere war schon 1781 in die Gesellschaft aufgenommen worden, nachdem er mehrereJahre lang Hrn. Prof. Breitinger als Gehülfe hei seinen Vorlesungen über Experimentalphysikunterstüzt hatte. Die Gesellschaft verdankt ihm vorzüglich die Einrichtung und Besorgung| der astronomischen Observatorien auf dem Carlsthurm und hei der Kronenporte, welche
| er zum Theil mit seinen eigenen Instrumenten versah, und in denen er eine Menge schöner
f Beobachtungen anstellte, deren Resultate er der Gesellschaft mitlheilte. Ausserdem unter-