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Erster Band.
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Achtundzwanzigstes Kapitel.

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alle Erscheinungen vorauszusehen, welche ein Körperzeigt, der irgend in ein Ganzes von bestimmten Umständenversetzt wird, wobei alle Umstände ausgeschlossen werden, welcheseine Natur verändern könnten.

Von den drei allgemeinen Verfährungsweisen, welche die Kunstder Beobachtung bilden, ist die letzte, die Vergleichung, in derPhysik kaum anwendbarer, als in der Astronomie; aber diePhysik führt zu einer vollständigeren Entwickelung der beidenanderen Beobachtungsweisen. Die eigentlich sogenannte Beobach-tung ist bei der Astronomie auf einen einzigen Sinn beschränkt,in der Physik aber erhält sie ihre volle mögliche Ausdehnung.Die richtige Leitung der Beobachtung bildet die Hauptstärke derPhysiker. Dieses glückliche Kunststück besteht darin, dass manausserhalb der natürlichen Zustände beobachtet und den Körperm künstliche Umstände versetzt, welche die Prüfung des Ganzender Erscheinungen, die man von einem bestimmten Gesichtspunkteaus untersuchen will, erleichtern. Deshalb feiert die Physik denTriumph des Versuchens, welches hier beinahe keiner Beschränkungunterliegt und welches sich hier freier als in jedem anderen Theileder Philosophie entwickelt.

Nächst der Benutzung des experimentalen Verfahrens beruhtdie wichtigste Unterlage für die Vervollkommnung der Physik aufder Anwendung der mathematischen Rechnung; bei ihr endet dasGebiet dieser Rechnungsweise; es wäre eine Täuschung, wenn manhoffte, dass es sich darüber hinaus ausdehnen lassen werde, selbst wennMan es blos auf die chemischen Vorgänge beschränken wollte.Die Anwendung der Rechnung geschieht in zweierlei Weise, beider einen geradezu, bei der andern mittelbar. Die erste findetstatt, wenn die unmittelbare Beobachtung eines Vorganges ein2 ahlenmässiges Gesetz auffinden lässt, welches zur Unterlage füreine Reihe rechnungsmässiger Begründungen wird. So begründetePourier seine Lehre von der Vertheilung der Wärme, indem ersie auf das Prinzip der erwärmenden Wirksamkeit stützte, welchefischen zwei Körpern im Verhältniss zum Unterschied ihrer Tem-peratur erfolgt. Dagegen kommt am häufigsten die mittelbareMathematische Rechnung zur Benutzung, d. h. nachdem die Vor-gänge mittels einer Reihe von Versuchen auf einige geometrische

Comte-Rig, positive Philosophie. 16