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Erster Band.
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337
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Siebenunddreissigstes Kapitel.

337

Dalton ist der Urheber der atomistischen Lehre. Nach demPrinzip dieser Lehre hat man die elementaren Stoffe als ausuntheilbaren Atomen gebildet anzusehen, deren sich meist einesmit einem in verschiedenen Arten verbinden und durch wenigzahlreiche Gruppen die zusammengesetzten Atome der erstenOrdnung bilden, die stets mechanisch untrennbar, aber chemischtheilbar sind. Durch eine Folge von ähnlichen Verbindungenderselben entstehen daraus die übrigen Ordnungen der Verbin-dungen. Dieses Prinzip führt nothwendig zu dem Begriffe be-stimmter Proportionen; allein nach der Beobachtung von Ber-zelius würde diese Auffassung illusorisch sein, wenn die Verbin-dungen nicht auf eine sehr kleine Anzahl von Atomen beschränktwären; denn im Fall diese Zahl, wenn auch bestimmt, doch sehrgross wäre, so würden die verschiedenen zweitheiligen Verbindungenso vermehrt werden, dass man damit beinahe dasselbe hätte, wiemit den Verbindungen in beliebigen Verhältnissen. Ohne diesevor Allem nöthige Beschränkung würde also die atomistische Auf-fassung die beiden entgegengesetzten Lehren von unbestimmtenund bestimmten Proportionen darstellen. Dalton hatte jedochangenommen, dass bei jeder Verbindung eines der unmittelbarenElemente stets nur mit einem Atome eintritt, und das andereebenfalls nur mit einem, oder mit einer Anzahl selten über sechs.Diese Beschränkungen sind indess den Nachfolgern Dalton’s zueng erschienen, welche ohne deren Erweiterung nicht alle Ver-bindungen darin einfügen konnten. In dieser Vervollständigungbefasst die atomistische Auffassung das Ganze der Lelire von denbestimmten Proportionen. Jedenfalls ist der Theil, der daraus sicham natürlichsten ableitet, die Lehre von den vielfachen sich fol-genden Verbindungen, welche Dalton entdeckt hat und die darinbesteht, dass, wenn zwei Substanzen in verschiedenen Proportionensich verbinden können, die wägbaren Mengen der einen von den-selben, welche in den verschiedenen Zusammensetzungen demselbenGewichte der anderen entsprechen, die Reihe der ganzen Zalileneinhalten müssen, weil die verbundenen Substanzen aus der Ver-bindung eines Atoms der zweiten Substanz mit einem, zwei oderdrei Atomen hervorgehen.

Erfüllt von den Arbeiten Richters und Berthollet's, undhaupt-

Comte-ßig, positive Philosophie. 22