Band 
Erster Band.
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389
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Vierzigstes Kapitel.

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In Bezug auf die Lehre selbst sind sie wichtiger, als manmeint. Man könnte keine genaue Untersuchung der Wirkungenanstellen, welche die Schwere auf den Organismus iibt, wenn mandiesen Vorgang getrennt von den Vorgängen der Gravitation amHimmel hielte; ja ich halte selbst das System der Bedingungenfür das Dasein lebender Körper für unerklärbar, wenn man dabeinicht die astronomischen Elemente unseres Planeten in Be-tracht zieht.

Diese Untersuchung erfordert eine Unterscheidung zwischendem statischen und dem dynamischen Zustand. Für den ersterenkann man den Einfluss der Masse der Erde im Vergleich zurMasse der Sonne nicht ableugnen; darauf beruhen die Stärke derSchwere, die Gestalt der Erde, welche die Richtung dieser Kraftbestimmt, das Gleichgewicht und die regelmässigen Schwankungender Flüssigkeiten, welche deren Oberfläche bedecken, ihr Abstandvom Mittelpunkt unseres Sonnensystems, welcher eines der Elementefür deren Temperatur bildet. Sollte eine erhebliche Aenderungbei einer dieser Bedingungen eintreten, so würde das Leben sofortunausbleibliche Aenderungen erfahren. Aber auch vom dynamischenGesichtspunkte aus ergiebt sich, dass die Physiologie sich nicht unab-hängig von der Astronomie ausbilden kann. Man kann wohl mitRecht annehmeu, dass für jeden Organismus die Dauer des Lebensum so kürzer ist, als die Lebensvorgänge schneller auf einanderfolgen; sollte nun die Umdrehung der Erde erheblich schnellerwerden, so würde dasselbe auch für den Ablauf der wichtigstenphysiologischen Vorgänge eintreten, und daraus würde eine Ab-kürzung der Lebensdauer hervorgehen, die offenbar von der Tages-länge abhängt. Ebenso muss die Dauer des Jahres einen nocherheblicheren Einfluss üben. Wenn die Ellipse des Umlaufs beider Erde so excentrisch wäre, wie z. B. bei den Kometen, so würdendie äusseren Bedingungen einem Wechsel unterliegen, welcher dieGrenzen lür den Bestand des Lebens überschreiten würde, und sobildet die geringe Excentrizität bei der Erde eine der vornehm-sten unentbehrlichen Bedingungen für den Vollzug der biologischenVorgänge. Auch die übrigen astronomischen Elemente des Jahres-umlaufes üben einen, wenn auch geringen Einfluss; so ist z. B.