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Zweiter Band.
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Sechsundvierzigstes Kapitel.

ein bestimmtes Ziel, dem unbemerkten Einfluss der positiven Phi-losophie zugeschrieben werden. Den Aufschwung fortschrittlicherBestrebungen verdankt man zum Theil dem Christenthum; indessist die theologische Politik, welche nach einem unveränderlichenVorbild fortschritt, dessen Verwirklichung schon in einer entferntenVergangenheit liegt, unverträglich mit jedem Gedanken eines stetenFortschrittes. Die metaphysische Politik würde eine ähnliche Un-fähigkeit zeigen, wenn die wenig-innige Verbindung ihrer Lehrensie nicht dem Geiste unserer Zeit zugänglicher machte.

Die blose Idee des Fortschrittes, welche der revolutionärenPolitik angehört, besteht in der fortgehenden Ausdehnung derFreiheit, d. h. in dem Aufschwünge der menschlichen Fähigkeiten.Dies führt indess zu einem negativen Begriffe, indem er an dieUnterdrückung der verschiedenen Widerstände erinnert. Aberselbst in dieser Beschränkung kann die Ueberlegenheit der posi-tiven Philosophie nicht bestritten werden, denn die wahre Freiheitkann nur in einer vernünftigen Unterwerfung unter die Gesetzeder Natur und in dem Aufhören jedes persönlichen Befehlens be-stehen. Die metaphysische Politik hat vergeblich versucht, ihreHerrschaft dadurch zu heiligen, dass sie die Entscheidungen dersouveränen Versammlungen mit den Namen von Gesetzen schmückte.So lange die sozialen Vorgänge nicht an Naturgesetze angeknüpftund fortwährend nur auf den Willen bezogen werden, seier ein menschlicher oder ein göttlicher, kann das Willkürlichenicht aus den politischen Anordnungen beseitigt werden, und des-halb wird, trotz aller Artikel in den Verfassungen, die Freiheittrügerisch und zufällig bleiben.

Die positive Philosophie vermag in dieser Weise die Wünsch«der revolutionären Metaphysik zu verwirklichen, indem sie alleSiwas von dem alten politischen System noch verblieben ist, besei'tigen wird. Sie allein vermag die Entwickelung der katholischenSchule aufzuhalten, indem sie in dem System der sozialen Ideendem religiösen Geist den wissenschaftlichen Geist, dessen ewigenGegner, welcher jenen schon in allen anderen geistigen Gebietenvernichtet hat, gegenüberstellt.

Endlich bietet von dem allgemeinsten Gesichtspunkte de 9politischen Fortschrittes aus die neue Philosophie mächtige Hüll 9 '