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Zweiter Band.
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Neunundvierzigstos Kapitel. 99

ist nur eine Folge des zunehmenden Uebergewichts dieser Be-dingungen, je mehr der Organismus sich verwickelt, oder je bedeuten-dere Vorgänge in Betracht kommen. Und dies ist der Fall beidem Studium der sozialen Vorgänge, wo man den verwickeltstenOrganismus vor sich hat. Auch gilt ein solcher Organismus un-nennbar von einer gleichsam unbestimmten Dauer, durch die Ver-änderungen bemerkbar werden, welche die Kürze des Lebens derEinzelnen nicht offenbar werden lässt.

Bei den astronomischen Bedingungen besonders wächst derenEinfluss, wenn man von dem individuellen Fall zum sozialen über-geht. Offenbar haben z. B. die Dimensionen unseres Planeten fürdie Soziologie mehr Wichtigkeit als für die Biologie, da sie derZunahme der Bevölkerung eine unübersteigliche Grenze setzen,® 1- wägt man dessen Schiefe zur Ekliptik, die Festigkeit seiner^°le und namentlich die schwache Excentrizität seiner Bahn, sofohlt

man sofort, dass, wenn das Ganze dieser Verhältnisse erheb-

lich

gestört würde, zwar, wenn die Veränderungen nur nicht

bedeutend wären, das Leben des Einzelnen nicht in Gefahr°ttimen würde, wohl aber das soziale Leben tiefe Veränderungenkleiden müsste. Der wissenschaftliche Begriff einer sozialen Ent-nickelung, in seinem ganzen Umfange aufgefasst, würde vor derr kenntniss von der Festigkeit unserer astronomischen Verhältnisse^möglich gewesen sein. Ebenso gestattet die Oberfläche unsererrc *e in Bezug auf die physischen und chemischen Bedingungeneinen Wechsel, so eng begrenzt und besonders so allmählich,er keine’ schweren Störungen auf den Gang der sozialenCtwickelung äussert.

j. Es scheint zweckmässig, den Einfluss der unorganischen Be-rgungen auf die soziale Lage noch näher dahin zu bestimmen,ass sie die Gesetze der Entwickelung nicht verändern können,nur die Schnelligkeit dieser Entwickelung. Man hatfl^eigt, dass die verschiedenen störenden Ursachen nur auf dieHelligkeit einwirken. Die mancherlei lebenden Wesen sind.. er der Herrschaft der äusseren Umstände nicht unbegrenzt ver-( j. er lich. Die Veränderungen können immer nur den Grad8c ^ er Vorgänge treffen, aber ihre Natur nicht ändern. Ueber-e ffen die störenden Einflüsse diese Grenzen, so wird der