Neunundvierzigstes Kapitel.
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Arbeiten die philosophische Leitung gewähren, die ihnen bishergefehlt hat.
Dies führt mich zur Beurtheilung der Gegenwirkung der Sozio-logie auf die übrigen Wissenschaften in Bezug auf die Methode.Jede Wissenschaft hat das Eigene, dass sie insbesondere eine dernichtigsten Eigenschaften der positiven Methode aufzeigt. DieMitwirkung der Soziologie bei Bildung des gemeinschaftlichenStammes von geistigen Hülfsquellen hegt in der Einführung jenerRrforschungsweise, welche ich mit dem Namen der historischenMethode bezeichnet habe. Dieses neue Mittel für die Forschung,Jessen Hervorhebung der Soziologie Vorbehalten war, ist mehr°der weniger bei allen Wissenschaften anwendbar. Es genügt inJer Tliat, dass man jede Entdeckung dann, wenn sie sich vollendethat, als einen sozialen Vorgang ansieht, welcher zur allgemeinenReihe menschlicher Fortschritte mit gehört. Sie ist deshalb denbesetzen der zeitlichen Folge und den Erforschungsweisen unter-worfen, welche diese grosse Entwickelung kennzeichnen. Vonei nem solchen Ausgangspunkt aus erkennt man sofort die allge-meine Anwendbarkeit der historischen Methode. Mittels ihrer unter-legen die wissenschaftlichen Entdeckungen einer Art rationellen^oraussehens, wenn man die vorgehende Entwickelung der Wissen-Sc haft nach den Gesetzen des Fortschrittes des menschlichen Geistesbetrachtet.
So weit gelangt, kann zwar das geschichtliche Voraussehene *ne sehr scharfen Bestimmungen beschaffen, allein es wird glück-te Andeutungen über die allgemeine Bedeutung der unmittel-a *en Fortschritte gewähren, und so die ausserordentlichen Verlusteai1 geistiger Kraft verhüten, welche in gewagten Versuchen sich^zehren, von denen die meisten keinen Erfolg haben. Wennden gegenwärtigen Stand jeder Wissenschaft und selbst jede^osse wissenschaftliche Auffassung mit der Reihe ihrer früheren^Stande vergleicht, so wird man die Kunst des Entdeckens einerSondern Lehre unterwerfen, welche das individuelle Genie zu leiten^ ei mag, lm d S eine Thätigkeit würde dann nicht unabhängig von. er gesainmten Entwickelung sich stellen. Die historische Methodedeshalb bestimmt, den Gebrauch aller anderen wissenschaft-
lich
en Methoden zu leiten und der Gesammtheit einen weise ge-