Dreiundfönfzigstes Kapitel.
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lische Entwickelung, da sie die Moral der Politik unterordnete.Eine solche fehlerhafte Unterwerfung der allgemeinen und dauer-haften Vorschriften der Moral unter die einzelnen und veränder-lichen Ziele der Politik schädigte die Festigkeit der moralischenVorschriften, verderbte ihre Reinheit, liess die Prüfung derMittel um des Zwecks wegen vernachlässigen und liess denwichtigsten Eigenschaften die vorziehen, welche die Bedürfnisseeiner nothwendig wechselnden Politik verlangten. Die Moral derAlten war, wie deren Politik, wesentlich eine kriegerische, d. h. denkriegerischen Zwecken untergeordnet. Es bestand keine besondereGewalt für die Leitung der moralischen Erziehung. Diese Thätig-keit konnte nur zur willkürlichen, oft kindischen und belästigen-den Dazwisclienkunft der städtischen Obrigkeit gehören, welchebei den Griechen und Römern das Privatleben kleinlichen Vor-schriften unterwarf, die meist nichts erreichten. Man bemühte sichauch, dem dadurch abzuhelfen, dass man mittels der Feste undSchauspiele in der Masse der freien Menschen eine moralische Be-lehrung eindringen liess. Die soziale Thätigkeit der Philosophenbatte namentlich bei den Griechen auch nur diese Bestimmung,allein deren Einfluss beschränkte sich beinahe immer auf unwirk-same Deklamationen.
Dies sind die zwei Hauptursachen für die Schwäche des Poly-theismus rücksichtlich der Moral. Die Moral der Alten ist, wennMan sie ihrem Geiste gemäss abschätzt, d. h. nach deren Politik,Se hr befriedigend dadurch, dass sie den kriegerischen Geist zu ent-wickeln vermag, ln diesem Sinne hat sie an der Entwickelungl M Ganzen mit Theil genommen, dagegen ist sie als eine Gestaltungher morahschen Erziehung der Menschheit sehr unvollko mm en.Wess haben die christlichen Philosophen die Verherrlichung derLeidenschaften durch den Polytheismus sehr übertrieben. WillMan ihnen glauben, so kann man nicht begreifen, dass überhaupte üie Moralität dieser auflösenden Religion habe widerstehen können.^-Uein der Polytheismus hat in Wahrheit weder den moralischen^stinkt, noch den Einfluss der Betrachtungen zerstört, welche derStunde Sinn in Bezug auf die verschiedenen Eigenschaften derMenschlichen Natur und über deren Folgen zusammenstellte.
Hie Alten hatten die Wichtigkeit der Moral bei den Ein-