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Vierundfünfzigstes Kapitel.
ersetzt, von denen das Alterthum so wenig Gebrauch machte.Dieser Fortschritt ging aus der persönlichen Befreiung der Arbeiterhervor; sie nöthigte zur Ersparung der Menschenkräfte und zurBenutzung der verschiedenen physikalischen Triebkräfte. Dies zeigtsich in mehreren mechanischen Erfindungen, deren Geschichte zusehr in Vergessenheit gerathen ist, z. B. der Wasser- und Wind-mühlen. Die Sklaverei hemmte bei den Alten vorzüglich die An-wendung von Maschinen, deren Vortheile nicht verstanden werdenkonnten, so lange man für die Ausführung der Arbeiten über einenbeinahe unbeschränkten Vorrath von einsichtigen Muskelkräftenverfügte.
Die katholische Zucht war nöthig, um den Einfluss der mono-theistischen Lehre zurückzuhalten, welcher jeder grossen Verände-rung der äusseren Welt, als ein Verbrechen gegen die Vorsehung,die alles zum besten eingerichtet, widerstrebte. Diese Folge desreligiösen Geistes würde ohne die Weisheit der katholischen Priester-schaft die Industrie sehr gehemmt haben.
Diese Eigenthümlichkeiten des mittelalterlichen Regiments zeigendie Ungerechtigkeit einer oberflächlichen Philosophie, welche alsbarbarisch und finster das Mittelalter bezeichnet, wo doch an denverschiedenen Punkten der katholischen und feudalen Welt Männerglänzten, wie Thomas von Aquino, Albert der Grosse, RogerBacon und Dante . Nachdem ich die Untersuchung dieses Regi-ments nach seinen sozialen, politischen und moralischen Eigen-schaften beendet habe, bleibt mir noch die Darstellung des Prinzipsseines Verfalls übrig, in welchen es gerieth, nachdem es unterseinem wohlthätigen Schutz die Zersetzung des theologischen undmilitärischen Staates und die Entfaltung der neuen sozialen Elementevorbereitet hatte.
Der Fortschritt, dessen Vorbereitung die Mission des Mittel-alters ausmachte, war die Hauptursache seines Verfalls. In derAusbildung der katholischen und feudalen Verfassung war dastheologische und militärische Regiment so weit gemässigt, als essein Charakter und die Bedingungen seiner Existenz gestatteten-Diese Ermässigungen konnten nicht weiter getrieben werden,ohne zu dem schliesslichen Verlassen dieses sozialen Systems zuführen.