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Fiinfundfünfzigstes Kapitel.
Verfassung bei. Seit dem 14. .Jahrhundert wurde die, in Frank-re ich und England drohende Gefahr der Emanzipation der Königeden hellsehenden Augen der Päpste klarer. Der nationale Sinnder Geistlichkeit offenbarte sich hier durch den Eifer, mit dem siedie beengenden Massregeln in Bezug auf den geistlichen Stuhlbegünstigten. In dieser Zeit beschäftigte sich das Papsttlium haupt-sächlich mit seiner weltlichen Fürstenhoheit, welche nun allein zudein reellen Stück seiner politischen Macht wurde. Schon vorEnde des 15. Jahrhunderts hatte das bisherige Haupt des euro-päischen Systems seine bisherige Wirksamkeit auf die weltlichenRegierungen aufgegeben, um seinen Länderbesitz zu vergrössern,der hauptsächlich von dieser Zeit herstammt, und um die könig-lichen Vorrechte der zahlreichen Linien päpstlicher Familien sichZu verschaffen, so dass man glauben musste, sie bedauerten denMangel der Erblichkeit.
Die Ausartung der päpstlichen Gewalt in einen rein italieni-8c hen Charakter führte noch mehr zu einer grösseren Verwirrungllu Papstthum, welches seinen vornehmsten politischen Rechtenentsagte und seinen wichtigen sozialen Nutzen verlor, so dass esein mehr und mehr fremdes Element in der Verfassung derModernen Völker wurde. Dies war der Ursprung des rückläufigenGeistes, welcher sich in der Politik des Katholizismus entwickelte,Fehden» diese lange Zeit fortschreitend gewesen war. In dieser^ eise haben alle Elemente des mittelalterlichen Systems auf den^rfall der geistlichen Gewalt, die dessen Kraft und edles Wesen^machten, hingewirkt. Dieser Zerfall wurde, wenn auch inVe Giüllter Gestalt, durch die politische Erniedrigung der PäpsteJ%1 die Anstrengungen der Geistlichkeit für ihre Nationalität zur^ e it, wo der Protestantismus auf kam, dem man sie Schuld gab,)e Uiahe zum Abschluss gebracht, obgleich letzterer im GegentheiltlUr dessen Resultat war.
Diese Zersetzung war unvermeidlich, aber sie hat trotzdeme üie grosse Lücke in dem gesummten europäischen OrganismusZu rückgidussen, dessen einzelne Elemente einander beinahe fremd"^rden und sich ihren widerstreitenden Interessen überliessen, ohneei üen andern Halt, als jenes ungenügende Gleichgewicht, welchesails ihren eigenen Gegensätzen hervorging. Die Folgen einer