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Zweiter Band.
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509
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Sechzigstes Kapitel.

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Einsicht über die Neigungen und des Gefühls der Sympathie überdie persönlichen Interessen. So ergiebt sich aus dem Ganzen derpositiven Entwickelung die Herrschaft der Moral wenigstens soweit, als unsere unvollkommene Natur es gestattet. Die neuePhilosophie entwickelt im höchsten Maasse das Gefühl der gemein-samen Verantwortlichkeit und der sozialen Stetigkeit; sie befestigtden Begriff der Ordnung, welche die Oekonomie der wirklichenWelt als die Unterlage für das Benehmen im Privat- und imöffentlichen Leben aufstellt.

Für die Kennzeichnung dieser Philosophie habe ich nur nochdie Natur, sowohl ihrer zunächst geistigen und dann sozialen Wirk-samkeit so weit darzulegen, dass eine solche Bestimmung auf derLehre von der Entwickelung der Menschheit ruhen kann, die damitihre äusserste Anwendung gefunden haben wird.

Sechzigstes Kapitel.

Die der positiven Philosophie eigene schliesslicheWirksamkeit.

Keine der früheren Revolutionen der Menschheit, selbst nichtder Uebergang aus dem Polytheismus zum Monotheismus, hat dieExistenz des Einzelnen und der Gesellschaft so tief verändert, alsdies in einer nahen Zukunft durch das Aufkommen des positivenZustandes geschehen wird. Dies ist der einzige mögliche Schlussder Krisis, die seit einem halben Jahrhundert die vorgeschritten-sten Völker bewegt. Ich werde den Einfluss darlegen, welchendas neue Regiment auf jede Art der menschlichen Existenz ingeistiger, moralischer, politischer und künstlerischer Hinsicht aus-üben wird. Dies sind die vier Theile der Betrachtung, mit welchenich die Charakterisirung der philosophischen Erneuerung abschliessenwerde, die den wesentlichen Gegenstand dieses Werkes bildet.