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und 11. Juni 1794 *) der Stadt für 15 Monate die Bewilligungerteilte, gewisse Mengen von Rohstoffen etc. frei über französi-sches Gebiet ein- und die entsprechenden fertigen Waren gleicher-weise wieder auszuführen oder unter Verzollung an Frankreichabzugeben; auch wurde ein gewisser Veredlungsverkehr mit denGrenzbezirken, hauptsächlich die Handweberei ermöglichend, zu-gestanden. Von jenen Rohstoffen führen wir die folgenden an,da sie uns einerseits über die Ausdehnung der Mülhauser Druck-industrie orientieren und anderseits beweisen, dass neben derselbenauch die Wolltuch Weberei und die Gerberei noch immer eine ziem-liche Bedeutung bewahrt hatten:
120,000 Stück (ä 20 aunes) weisse Baumwolltücher.
2,500 Zentner Baumwolle in Flocken oder gesponnen.
5,000 „ Alaun, Krapp, Farbhölzer und verschiedene
Droguen.
2,500 „ Wolle in Flocken.
16,000 Stück grosse und kleine Häute, frisch oder getrocknet.
12,000 „ Ziegenhäute für die „maroquinerie.“ * 2 )
Ferner durften die Mülhauser aus dem umliegenden fran-zösichen Gebiet u. A. beziehen:
10,000 milliers Steinkohlen 3 );
3,000 Klafter Brennholz;
300,000 Reiswellen;
700 Wagen Zimmer- und Schreinerholz;
3,000 Zentner Wau (zum Gelb- oder Olivfarben);
10,000 „ Gerberlohe.
Mach Ablauf jenes Termins ging das Markten von Neueman und als das Direktorium 1795 die Mülhauser Druckwaren mit
’) S. 471—477 Bd. II in Dollfus-Ausset’s „Materiaux“.
2 ) Nach Brockhaus C.-L. wurde die erste europäische Saffian- oderMarokkoleder-Fabrik 1749 im Eisass (in Mühlhausen?) errichtet.
s ) Nach dem Bürgermeisterbuch von Mühlhausen bestellte man schon1766 eine Kommission, um die Steinkohlenfeuerung, wie sie bereits in Baselangewendet werde, auch dort einzuführen; grössere Ausdehnung nahm die-selbe jedoch erst 1787 an, als der Preis eines Klafters Holz (8X4X3') vonursprünglich 10—14 auf 20 livres tournois gestiegen war. Die Steinkohlenwurden damals in Ronchamps und Champagney unweit Beifort gebrochen(Dollfus-Ausset’s „Materiaux" Bd. I S. 136 und Bd. II S. 353).
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