Eilenriede.
2. Route . 9
mit *Palmenhaus (zwei Halmen von 20 und 25m Höhe') und Or-chideen- und Victoriaregiahaus (Trkg.). Ferner ein großes Glas-haus für Pflanzen aus Australien und vom Kap der guten Hoff-nung . (Meldeglocke am großen Palmenhaus; Trkg.)—Im Gartendas von Laves 1842-46 erbaute *Mausolbum, in welchem KönigErnst August (•)* 1851} und die Königin Friederike (*[* 1841) bei-gesetzt sind, in der oberen Halle deren Statuen in karrarischemMarmor von Rauch. (Meldung beim Kastellan im Schloß Herren-hausen, n° la: nur wochentags, April-Sept. 9-6, Okt.-März 10-4Uhr; Trkg.)— In der ehemal. Wohnung des Gartendirektors, n°4,befindet sich jetzt das sehenswerte Welfenmuseum , eine Samm-lung von Landesaltertümern, darunter einige Skulpturen von Til.Riemenschneider (wochentags April-Sept. 9-6, Okt.-März 10-4 Uhrfrei, Meldung beim Kastellan im Pagenhaus). — Dicht dabei derMarstall, mit schönen Isabellen und Weißgeborenen (Trkg.).
Im 0. des Bahnhofs das 1865-75 von Schuster erbaute großeZellengefängnis (Pl. E 4), sowie mehrere andere stattliche Neu-bauten: der Justizpalast (PL E4), das Kaiser Wilhelms-Gymnasium(Pl. 10 a), das Leibniz-Realgymnasium u. a.; ferner die Apostel-kirche,, von Hase, und die Drei falt» gkeitskirche, von Hehl.
Der südl. anstoßende Stadtteil, namentl. die Königstraße(Pl. EF5) und der Schiffgraben (S. 4), zeichnet sich durch schöneVillen aus, von H. Köhler, Wallbrecht u. a. Am Ende der König-straße ist 1884 ein Kriegerdenkmal (Pl. F 5), von Voltz , aufge-stellt worden : an einem als Grabdenkmal gedachten reichen archi-tektonischen Aufbau von schwed. Granit eine trauernde Hannovera,zur Seite zwei Löwen; ferner mehrere Trophäenreliefs; oben einekolossale Germania, von zwei Genien mit der Kaiserkrone ge-schmückt, alles Plastische aus Bronze.
Unmittelbar dahinter dehnt sich die Eilenriede aus, ein schö-ner städtischer Forst mit vielen Wirtschaften (*Kurhaus , auchPens, von 4 Ji an; Pferdeturm; Bischofshole ; Steuerndieb u. s. w.).— An der Südseite der Eilenriede (vgl. PL F 5), J /2 St. Gehens vonder Stadt, der zoologische Garten mit hübschen Anlagen und gutemRestaurant (mehrmals wöch. Konzert; Eiutr. 50, Freit. 75, amersten Sonntag der Monate April-Okt. 80 Pf.).
Im N.O. der Stadt, an der Vahrenwalderstraße das königl.Militär-Reitinstitut (Pl. 20: F 1), zur Ausbildung einheitlich ge-schulter Reit- und Fechtlehrer für das Heer. W. in der Paulstraße(PL D 1, 2) die neue kathol. Marienkirche mit dem Grabe desCentrumsführers Dr. Windtliorst (f 1891).
*/4 St. s.ö. der Stadt, am Wege zum Pferdeturm (Pferdebahns. S. 3) der Centralvieh- und Schlachthof.
Die Besichtigung des 1878 eröffneten "Wasserwerks auf dem Lin-dener Berg ist an Wochentagen gegen Karte des Stadtbauamts (im altenRathaus, S. 6) gestattet. Schöne Aussicht.
Westl. von Linden (S. 3) das kleine Schwefelbad Li/nmerbrunnen.