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Nordwest-Deutschland (von der Elbe und der Westgrenze Sachsens an) : Handbuch für Reisende / von K. Baedeker
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19
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GEESTEMUNDE .

6. Route. 19

Von Bremen nach Geestemünde-Bremerhaven .

62km. Eisenbahn bis Geestemünde in c. 21/4 St. für Jl 5.00, 3.80, 2.50.

(Vgl. die Karte 8. 23.)

7km Oslebshausen-, r. die Bremische Strafanstalt. — 11kmBurglesum-, Zweigbahn über Vegesack , mit großen Schiffswerften(hübsche Aussicht vom Cafe Bellevue), nach (16km) Farge . —Weiter Ritterhude, Osterholz-Scharmbeck, Oldenbüttel, Lübberstedt ,Stubben, Freschluneberg , Loxstedt.

62km Geestemünde (Gasth.: Bot. Hannover, am Landungs-platz deT Norderneyer Dampfboote; Hotel Union, Biilowstr.; Weh-rings Hot., am Bahnhof), am 1. Ufer der Geeste , an deren Mün-dung in die Weser gelegen, neuerdings mit Geestendorf zu einerGemeinde (c. 15500 Einw.) vereinigt. Die Stadt, mit lebhafterHochseefischerei und Eisclihandel, wurde von der hannov. Regie-rung in Konkurrenz zu Bremerhaven angelegt. Der 1863 vollendeteHafen hat ausgezeichnete Lager- und Hebevorrichtungen. Außer-dem ein besonderer Petroleumhafen mit großen „Tanks“. Dampf-schiff nach Norderney s. S. 26.—Gegenüber am r. Ufer der Geeste :

Bremerhaven . — Gasfh.: Beermanns II., z. L. B. 3, F. 1, M. 2Ve .H,Omn. 75 Pf.; Homfelds H., Z. L. B. l l /2-2, F. 3 /a, V. D /2 Jl-, Lohrs II.,Wooges H., Z. L. B. Ji/G-2, F. */i, M. 1 1 /-2 Jl -, Lloydh., am alten Hafen,Z. von l'/s Jl an, VT. 1 Jl 25, sämtlich mit Restaur., u. a.

Bremerhaven, die kräftig aufblühende Hafenstadt Bremens , aufeinem kleinen 1827 auf Veranlassung des Bürgermeisters Smidt(S. 14), welchem 1888 auf dem Markt ein Denkmal errichtet ist,von Hannover erworbenen, durch spätere Verträge mit Hannover und Preußen erweiterten Gebiet, hat jetzt 17 000 Einwohner, groß-artigen Schiffs- und Handelsverkehr und eine ansehnliche Rhe-derei. Das Freihafengebiet, welches nach dem 1888 erfolgten An-schluß Bremens an den Zollverein geblieben ist, umfaßt die Mün-dung der Geeste und die Hafenbassins, deren den modernenSchiffsbauten entsprechende Erweiterung geplant ist. Die Zoll-grenze zieht sich durch die Straße am Hafen und die Schifferstraßeentlang. Der 1827-30 erbaute „Alte Hafen“ ist jetzt 730m langu. 84-115m breit, der 1847-61 erbaute „Neue Hafen“ 840m langund 87-115m breit; der 1872-76 angelegte „Kaiserhafen“ hat eineLänge von 600m, eine Breite von 115-142m und eine Tiefe von7,6om. Empfehlenswert der Besuch der großen Werkstätten undTrockendocks des Norddeutschen Lloyd , sowie eines der großentransatlant. Dampfboote (Erlaubniskarten im Bureau des Lloyd,25 Pf.). Vom Leuchtturm hübsche Rundsicht. Der „Zeitball“, etwa200 Schritt westl., zeigt durch sein Fallen die Mittagsstunde nachBremerhavener Zeit und um 12 Uhr 24 Min. 16,5 Sek. nach Green-wicher Zeit an. Der hohe durchbrochene Turm der Kirche derunierten Gemeinde ist meilenweit sichtbar. — Nordöstl. stößtBremerhaven an den hannoverischen Flecken Lehe , mit 14,600 Einw.und hohem Wasserturm; eine Straßenbahn, vom Bahnhof inGeeste-münde beginnend, durchzieht die drei Ortschaften.

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