32 Route 11.
pfoite sind moderne Kopien. Der Turm, im romanischen undÜbergangsstil, stammt aus der Mitte des xii. Jahrh. — Vor derKirche eine 1882 aufgestellte Bronzestatue des ehern, hannöv.Ministers Joh. Karl Bertr. Stüve (•(- 1872), von Pohlmaim.
Angrenzend das Ende des xv. Jahrh. erbaute Rathaus (Ri. 6;Pförtner in der Polizeiwache), in welchem 1643-48 über den -west-fälischen Frieden verhandelt wurde; im Friedenssaal sind Er-innerungen an jene Zeit, Bildnisse von Fürsten und 36 Gesandten,dannBischofs- und neuere Kaiserbilder, Wiedertäufermünzen u. a.
— Am Markt einige got. Giebelhäuser, auch einige Fachwerk-bau teil aus der Renaissancezeit (Bierstr. 14, Johannisstr. 70).
Die evang. got. Katharinenkirche (PI. 3: B 3), aus demxiv. Jahrh. (Kelche aus der Übergangszeit), ist 1881 völligrestauriert, der 1868 abgebrannte Turm 101m hoch wiederher-gestellt. — Die Johanniskirche (PI. 2: C 4) aus dom xm. Jahrh.hat einen guten geschnitzten Altar (um 1500) und schöne Statuen( Christus, Apostel und Maria, xvi. Jahrh.) im Mittelschiff. —Nennenswerte neuere Gebäude sind die weithin sichtbare Irren-heilanstalt auf dem Gertrudenberg (PI. 0 1) und die Realschule(PI. A3; in der Aula ein Fresko von Gey: Verkündigung deswestfäl. Friedens). — Das 1879 begründete Museum (Pi. C 1, 2)enthält naturwissenschaftl. Gegenstände und vaterländische Alter-tümer (geöffnet So. 11-1 Uhr).
5 St. n. von Osnabrück liegt das Dorf Barenau (Wagen von Osnabrück in 2 St. für 7 auch, von Stat. Bramsche [S. 211 der Oldenburger Bahnzu erreichen). Hier, wie in dem ganzen dem N.W. -Abhang des Wiehen-gebirges vorgelagerten Vermer Moor werden seit alters vielfach römischeGold- und Silbermünzen aus augusteischer Zeit gefunden, wie sie sonst inDeutschland nicht verkommen: einllmstand, der im Verein mit militärisch-örtlichen Berechnungen es wahrscheinlich macht, daß hier im Spätherbstdes 'T. 9 nach Ohr. das Heer des Varus auf seinem Rückmarsch aus demSommerlager an der Weser (etwa bei Minden ) nach dem Winterlager amNiederrhein von den Germanen unter Arminius vernichtet worden ist.
Zu Osnabrück kreuzt die Linie Bremen-Münster (S. 12). — NachQuakenbriick-Oldenburg s. S. 21. — Nach Brackwede s. S. 41.
143km Lotte ; 148km Velpe ; 154km Laggenbeck. — 159kmIbbenbüren , an der Aa , in einem Thal zwischen dem teutoburgerWalde im S. und dem isolierten Ibbenbürener Steinkohlengebirgeim N. (vgl, S. 44). — 164km Esch; 168km Hörstel.
180km Rheine (Gasth.: *Hot. Schulze , Z. F. 3, M. 2 *Bahn-rest.), Stadt von 7300 Einw., mit spätgot. Pfarrkirche und starkerBaumwollenindustrie, Knotenpunkt für die Linien Rheine-Emden (R. 8), Rheine - Miinster-Hamm (R. 12) und Quakenhrück-Oher-liausen (S. 21).
Die hier beginnende niederländische Staatshahn folgt der Em-dener Bahn bis (188km) Salzbergen und biegt dann nach W. ah.
— 197km Schüttorf.
202km Bentheim (Gasth.: *Hot. Bellevue; *Bad Bentheim , nurJuni bis Sept.; Hot. Wallis, viel Geschäftsreisende), Städtchen in