14. Route. 45
Reiseplan : Bester Ausgangspunkt für den Besuch des teutoburgerWaldes ist Detmold als Endpunkt der Zweigbahn von Herford (S. 40); Wei-terführung bis Sandebeck (S. 66) im Bau. Auch zwischen Schieder, Berg-beim, Altenbeken und Paderborn, an der Bahn von Hannover nachPaderborn (S. 66), einerseits und Detmold und Horn anderseits bestehenwenigstens im Sommer regelmäßige Postverbindungen. (Nach Detmold von Bergheim über Horn 3mal tägL., 19km in 2 1 /« St.*, — nach Horn vonPaderborn über Lippspringe lmal tägl., 26km in c. 3 St. ; von Bergheim 10km in D/4 St., s. oben; von Schieder über Heinberg, lmal tägl., 23kmin c. 3 St.). — Bei beschränkter Zeit kann man von Detmold aus diewichtigsten Punkte an einem Tage in folgender Reihe besuchen: Her-mannsdenkmal, Berlebecker Quellen , Exiem&teine ; zurück über Horn oderFromh«usen und Heiligenkirchen , bezw. von Horn weiter nach Bergheim ,6-7 St.—Eine 2-3tägige Wanderung würde sich zweckmäßig folgender-maßen gestalten: 1. Tag: Donoper Teich, Dörenschlucht , Lopshorn , Her-mannsdenkmal (übernachten ev. weiter bis Berlebeck); — 2. Tag: Berlebeck ,Extemsteine, Horn , Vebner stot, Bergheim oder Altenbeken ; — 3. T a g durchdie Weserberge nach Hameln , s. R. 19. — Ausführliche Angaben enthält11. Thorbecke , der teutoburger Wald, 8. Aufl. Detmold 1892.
Detmold . — Gasth.: StadtFrankfurt, Langestraße ; LippischerHof, in der Hornschen Straße, Z. L. l s /4-3, F. 3 /4, M. 2 M, 'gelobt;Deutsches Haus, Langestraße, gute Küche; Odeon, Hornsche Straße,Teutoburger Hof, Exterstraße; Preußischer Hof; Pens. Godel-mann, an der Allee, Pens. 4-8 Ji tägl. — Rebtaue. : in den genanntenGasthöfen; außerdem Ratskeller; Meyer, Geißler, beide Lange-straße ;*NeuerKrug, an der Allee nach der Grotenburg, mit Garten u. a.
Wauen: Zweisp. nach Bergheim IW-feM, nach den Externsteinen 12 M,über diese nach Bergheim 18 Jl.
Detmold , die freundliche Hauptstadt des Fürstentums Lippe,mit 9600 Einw., liegt in dem anmutigen Werrathal. Das fürstl.Residenzschloß , ein Renaissancebau, großenteils aus dem xvi.Jahrh., ist auch im Innern sehenswert (silb. Trinkgefäße, Gobe-lins). An der Nordseite des Schloßplatzes der MarstaU, in welchemman die im fürstl. Gestüt zu Lopshorn (S. 46) gezogene Rasseder „Senner“ sehen kann. Am südl. Ende der Stadt das neuePalais , 1708-18 erbaut, 1850 vergrößert. Der schöne Palaisgarten ,mit Wasserkünsten, ist mit Erlaubnis des Hofgärtners zugänglich.Am Ende der Hornschen Straße das naturhistorische Museum und dieBibliothek (60000 Bde., darunter viele alte Drucke und ca. 70Handschriften).; Eintr. Mi. 2-4, Sa. 12-1 U. Auf dem Kaiser-Wil-helmsplatz ein Kriegerdenkmal. An der Wehmstraße, nahe demMarkt, Freiligraths Geburtshaus (geh. 1810, f 1876) und GrabbesSterbehaus (geh. 1801, f 1836). Hübsche Spaziergänge bietetder Büchenberg.
Zur Grotenburg führt von Detmold der nicht zu verfeh-lende Weg in s.w. Richtung zunächst durch die Allee am Kanal hinund durch die Schanze. 2km von Detmold der Gasthof zum Frie-densthal, wo die Straße nach (7km) Lopshorn abzweigt. Auf dieser(r.) ö Min. bis zum (1.) Tötehof und bei der Töterdreh genanntenWindung der Straße jenseit Kilometerstein 2. 2 dem 1. (Wegweiser)abgehenden Fußweg folgend (der Fahrweg zieht sich hinter DorfHiddesen in großen Windungen hinauf), weiterhin am kleinenHünenring , einer altgermanischen Befestigung, vorbei erreicht