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Nordwest-Deutschland (von der Elbe und der Westgrenze Sachsens an) : Handbuch für Reisende / von K. Baedeker
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47
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Wald.

EXTERNSTEINE.

75. Route. 47

von Haxtmann) oder über den Stemberg (S. 44) nach den Extern-steinen gelangen kann. Wir folgen innerhalb des Gatters (S. 46)dem Wege r. zur * Villa Johannaberg (Pens. 4-5*$, auch für längerenAufenthalt). 8 Min. weiter die Berlebecker Quellen. Hier r. dieChaussee (Detmold- Berlebeck - Lippspringe) aufwärts und nach* 10 Min. den 1. abführenden breiten Fahrweg durch die Wiggen-

gründe , welcher die Große Egge umzieht. Nach 67 Min. erreichtman den Fahrweg Horn - Kreuzkrug-Schlangen (S. 50) und aufdiesem 1. in weiteren 20 Min. die Externsfceine.

Die *Externsteine (*Gastb. bei Ulrich , Z.B.F. 2-2^2 M, M.2-2V2 «4^, Pens. 4-5 Jf), eine 30-40m h. Felsgruppe, fünf in einerReihe gelegene, wie Riesenzähne aus der Erde aufstrebende Felsen,welche z. T. auf Treppenwegen ersteigbar sind, erheben sich inschöner waldiger Umgebung; an der Westseite ein Teich. Obenauf den Felsen schöne Aussicht.

Der Name der Externsteine kommt in Urkunden von 1093 als Agister-steine (Elstersteine V) vor. ln dem westlichsten ist eine lim lange, 3 , ( 2 inh. Grotte eingehauen, in welcher wiederum eine 5m lange, 2m br., l,smh. Höhlung ihre Öffnung hat. Die Grotte wurde nach einer darin befind-lichen Inschrift vom J. 1115 von Bischof Heinrich von Paderborn alsHeiligegrabeskapelle eingerichtet. Außen neben dem Eingang befindet sich,aus der Felswand gehauen (ebenfalls c. 1115), ein Relief der Kreuzabnahme,5m hoch, 3 ’ l ) 2 m br., ausgezeichnet durch klare Komposition und ergrei-fenden Ernst. Die obere Abteilung zeigt in fünf kolossalen Gestalten dentoten Christus, der von Joseph von Arimathia und Nikodemus vom Kreuzahgenommen wird, Maria und den Evangelisten Johannes . Über dem Kreuzeschwebt Gott Vater mit der Kreuzesfahne und einer Kindesgestalt (derSeele des Erlösers) oder vielleicht Christus seihst, zur Seite Sonne undMond, welche über den Tod Christi klagen. In der unteren Abteilungknien ein Mann und ein Weib (Adam und Eva), von einem Drachen (Sünde)umschlungen, auf die Erlösung harrend.

jU/ 2 km n.ö. von den Externsteinen, halbwegs zwischen (9km)Detmold und (10km) Bergheim (S. 66), liegt Horn (Gastli.: Post ,Teutoburger Hof ; Bier im Ratskeller), Städtchen von 1900 Einw.

Zum Velmerstot (464m), dem nördlichsten Ausläufer des Eggebirges,führt gleich am Ausgang der Stadt ein Fahrweg durch Feld und Eichen-gehölz, zuletzt durch Wald in geringer Höhe zur einsamen Silbermühleim Silberbachthal. Von hier 1. auf den Berg mit umfassender Rundsicht.Hinab kann man direkt oder über (1 St.) Veldrom mit interessanten Höhlen(am besten unter Führung des Lehrers Hm. Schacht zu besuchen) nachAltenbeken (S. 49) gehen, c. 3-4 St.

4m n.Ö. von Horn liegt das schwach besuchte fürstl. lippisclie BadMeinberg , mit Salz- und Schwefelquellen, Gas- und Schlammbädern (Logier-und Badehäuser r Stern, Rose, Rotes Haus, Sonne, Anker 5 Restaur. Ballhaus).

15. Von (Berlin) Holzminden nach Düsseldorf (Aachen ) und Deutz.

Preuß. Staatsbahn (bis Soest Dir. Hannover, dann Dir. Elberfeld ). NachDüssei dorf, 232km, Schnellzug in ö 3 /#, Personenzug in 8 3 /4 St. für Jl 18.60,14.00, 9.80. — Nach Deutz, 249km, Schnellzug in 6 ^/ 4 , Personenzug in9 1 /* St. für .U 20.00, 15.00, 10.00. — VonBerlin nach Düsseldorf , Schnell-zug inlOVzSt. für «0 49.40, 36.60;nach Deutz in IO 3 /« St. für Jt 52.30, 38.80.

Holzminden s. 8.88. —Jenseit (4km) Lüchtringen überschreitet