nach Deutz.
BARMEN.
15. Route. 53
Bedeutung; sie gehören jetzt zu den reichsten Fabrik- und Han-delsplätzen Europas . Die wichtigsten Industriezweige sind, na-mentlich seit Einfühlung der mechanischen Webstühle, die mecha-nischen Kiemendrehereien und Webereien, sowohl von Baum-wollen- wie von Seidenstoffen, deren Erzeugnisse einen Wert vonüber 130Mill.«4f jährl. erreichen. Höchst ansehnlich sind ferner dieTiirkischrot-Färbereien, die Kattundruckereien, dann die Bänder-und Litzenfabriken, die Knopffabriken, und namentlich die che-mischen Fabriken u. s. w. Die älteren Stadtteile sind unregel-mäßig und eng, die neueren zeichnen sich durch hübsche Privatbau-ten aus. In Elberfeld gruppiert sich der schönere Stadtteil an derS.W.-Seite um die Königsstraße (Pl. B CD 5, 4), die Brillerstr.(PI. B 4, 3) und Sadowastr. (Pl. A B 4). am Abhang des von einemAussichtsturm gekrönten Nützenbergs hin. Von öffentlichen Ge-bäuden sind zu nennen in Elberfeld : das Rathaus (Pl. 16: E 4);die zweite reform. Kirche (Pl. 10: C 4), nach Zwirners Entwurf;zwei kathol. Kirchen , in der Wortmaimstr. und in der Ludwigstr.;das Landgerichtsgebäude (Pi. 12: H 3, 4), mit Vorhalle (im großenSaal „jüngstes Gericht“ vonBaur); das große Krankenhaus (Pl. C6);das Centralverwaltungsgebäude der Bergisch-Märkischen Eisenbahn(Pl. 22: E F 4), das Neviandtstift (Armenversorgungshaus) und dieSchlachthausanlagen , beide am Arrenberg 1 u. a. Auf dem Königs-platz (D 4) ein Kriegerdenkmal für 1870/71 , von Albermann ausOöln. Von der Hardt (Pl. G 3), wo Denkmäler des h. Suitbertus,des Schulinspektors Wilberg (*j* 1846) und ein Kriegerdenkmal, hüb-sche Aussicht. Schöner noch von der Königshöhe auf dem Kiesberg ,1 /2 St. s.w. von der Stadt (Kestanr. u. Aussichtsturm); am Fußdes Kiesbergs der zoologische Garten (Haltestelle der Bahn zwischenElberfeld und Sonnboxn, s. unten). — In Bannen: die evang. Kirche(Pl. 10: B3), von Hübsch; das Missionshaus (Pl. 22: B 2, B) undMissionskinderhaus , mit sehenswertem Missionsmuseum; neuesRathaus; die Christuskirche. An der s. Bergseite umgeben sehrschöne Anlagen das turmartige Kriegerdenkmal. Eine Zahnradbalmnach den oberen * Anlagen mit dem Toelleturm (Aussicht) ist pro-jektiert. In der Nahe des letzteren ist ein neues nach ärztlichen Vor-schriften eingerichtetes Luftkurhaus erbaut, mit Gärten zur Be-nutzung der Kurgäste (Pens, mit Zimmer 4 1 / 2 -6 Verpflegungohne Z. 3^2 Omnibusverbindung mit dem Barmer Walde).
Von Barmen-Rittershausen (S. 52) nach Lennep , 13km,Eisenbahn in c. 35 Min., über Ronsdorf (auch elektr. Bahn von Barmen)und Lüttringhausen. — Lennep (Gasth.: * Berliner Hof) , Kreisstadt mit10000 Einw. und vielen Tuchfabriken, an dem gleichnamigen Flüßchen.
Zweigbahnen nach Opladen (S. 54), nach Dahlerau, Beyenburg undnach Remscheid , Kreisstadt mit 40400 Einw., Hauptsitz der Fabrikation vonKleineisenwaren. [Slcm südl. von K einscheid liegt das Städtchen Burg (Hot.Pfaffrath), am Einfluß des Eschbachs in die WuppeT, einer deT schönstenPunkte des bergischen Landes. JOie Stadt zerfällt in das hochgelegeneOberburg und das im Thal sich ausbreitende Unterburg. In Oberburg dasalte Schloß der Grafen von Berg, dessen Wiederherstellung begonnenhat. Eine Thalsperre, ein 120m 1., 21m h., unten 14, oben 4m br., Haram