GÖTTINGEN. 20. Honte. 67
tigsten Teile des Leinethals, auf das dort die Ruinen des HausesFreden und der Winzenburg herabschauen.
69km Kreiensen , Knotenpunkt für die Holzmiuden-Magde-burger Bahn (S. 88).
77km Salzderhelden , mit Saline und Burgtrümmern.
Zweigbahn (Ilmebahn ), 17km in i 1 ^ St., über (4km) Einbeck , altesbier( n Boek a )-berühmtes Städtchen (7600 Einw.), nach (17km) Dassel , mitadl. Fräuleinstift, Eisenhütte, Steinbrüchen und Steinschleifereien.
89km Northeim (Gasth.: *Sonne; Englischer Hof), alte Stadt ander Rhume (S. 117) mit 6700 Einwohnern und hübscher dreischif-figer Kirche von 1Ö19 (am Altar altes Holzschnitzwerk, im Chor einRest guter Glasbilder von 1404). Knotenpunkt der Bahn vonNordhausen (S. 21) nach Ottbergen (S. 48).
Auf der Höhe vor (98km) Nörten ein Wartturm, über Nörten Ruine Hardenberg ; unten das neue Schloß. — 102km Bovcnden;darüber die beiden Türme der Ruine Plesse.
108km Göttingen. — Gasth.: Gebhards I-I., am alten Wall 3,nahe dem Bahnhof, Z. L. B. 2-3, F. 1, 21. Krone, Weenderstr.,
Z. L. B. 2-3, F. 1, M. 2-2 l /2 Jlt, Hot. Royal, Barfüßerstr. ii, beide ge-lobt; Deutscher Hof, Weenderstr. 64, Z. L. B. tVa-2, F. M. D /2 Jl.
Best.: in den gen. Gasthöfen, ferner Ernst, Weenderstr.; Grimm ,Jüdenstr.; Ratskeller , am Markt; Gold. Hirsch , Lange Geismarstr.; Schwar-zer Bär , Kürzest*. — Viel besucht sind Burhennes Garten , vor dem Geis-marthor, der Stadtpark , am Theaterplatz, in beiden im Sommer fast tägl.Konzert, und der Rohnsgarten , 1/2 St. östl., mit hübscher Aussicht.
Göttingen , alte Stadt von 23 700 Einw., mit zahlreichen Garten-häusern, ist berühmt als Sitz der 1737 von Georg IT. gestiftetenUniversität (Georgia Augusta , über 1000 Stud.). An manchenHäusern erinnern Inschriften an ihre hervorragenden Lehrer undSchüler : u. a. in der Alleestraße n® 6 an Jacob und Wilhelm Grimm (1829-37) ; am Wall, dicht an der Leine (einstöckiges Haus) anFürst Bismarck (1832-33). Beim Bahnhof ein Kriegerdenkmal für1870/71, mit Bronzeadler, nach Breymanns Modell in Braunschweig bei Howaldt gegossen. In der Nähe die Post , die Anatomie , einkleines Kuppelgebäude , sowie der Neubau für die naturwissen-schaftlichen Sammlungen , welche u. a. auch Blumenbachs Schädel-sammlung enthalten. Ara Wilhelmsplatz, wo ein Standbild desKönigs Wilhelm IV. von Hannover (-J* 1837), liegt die .,Aula (i ,welche eine Gemäldesammlung , mit manchen altdeutschen undniederländischen Bildern (u. a. Christus am Kreuz von Joh. Rap-honvon Einheck, Antonius u. Kleopatra Yon Jan Steen ), eine Samm-lung von Gipsabgüssen und eine Münzsammlung enthält (alle gegenTrkg. zugänglich). Die berühmte Bibliothek (400000 Bände, Ö0U0Handschriften) befindet sich in dem Anhau einer ehern. Kirchenahe der Johanniskirche j geöffnet tägl. 10-4 Uhr. Am Ende derWeender Straße ein großes Auditoriengebäude . Nebenan der bota-nische Garten (tägl. 7-12, 2-6 U.). Dahinter das landwirtschaftl.Institut. In der Nähe des Geismarthores das chemische Laborato-rium. Um die Stadt führt ein lindenhesetzter Wall, hübscherSpaziergang. Am Hainherge Gedenkstein für den Göttinger „Hain-
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