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27. Der Harz.
Reiseplan. 10 Tage. Die Eisenbahn eröffnet den Zugang von allenSeiten. Folgende Rundtour berührt die meisten Endstationen derselben,kann also beliebig an jeder begonnen werden : 1. T a g. Ballenstedt , Selke-thaly Alexisbad ; — 2. Tag. Gemrode, Suderode, Hexentanzplatz ;— 3. Tag.Weißet' Hirsch, Treseburg , Bodethal , Roßtrappe; — 4. Tag. Blankenburg ,Rübeland , Brocken; — 5. Tag. Steinerne Renne , Wernigerode ; — 6. Tag./ Isethal , Ilsenbury , Burgberg bei Harzburg ; — 7. T a g. Umgebung vonHarzburg , Okerthal , — Der Ober- und Südharz würde sich
dann etwa in folgender Weise anschlie&en: 8 . Tag. nach Clausthal undAndreasberg; — 9. Tag. Lauterberg (S. 116), Ravensberg (S. 116), Walken-ried (S. 118), Ellrich (S. 118 )5 — 10. Tag. Ilfeld , Neustadt unterm Hohnstein ,Eichenforst , Stoiber g, s. S. 104. — Am 11. Tag südl. nach Kelbra (Kyff-hüuser s. S. 121).
Wagen: Zweispänner 20 M täglich, außerdem Trinkgeld (nicht unter2 M tägl.); Einspänner 10-12 M. Vielfach giebt es obrigkeitliche Taxen;doch ist eine vorausgehende Vereinbarung dringend anzuraten.
Führer, nur auf den weniger betretenen Pfaden notwendig: 3 Jt-,ohne Beköstigung 4 M täglich, nebst 25 Pfg. für die Meile Rückweg.
Gasthäuser. Preise der besseren: Z. 2-3 Jt , B. 50 Pf., F. 1 Ji, M.2-3 Wein: die billigste j Sorte 1.25-1.50 die l f-z Flasche, ln den ein-facheren Häusern: Z. 1-2 Jl, ß. 50, F. 50-75 Pf., Bier 15-20 Pf.
Der Harz, die nördlichste bedeutendere Erhebung Deutschlands ,90km 1., 30km hr., ist ein völlig isoliertes Gebirge, scharf und abgeson-dert aus der Ebene aufsteigend, besonders gegen Nordwest und Nordost.Man teilt ihn in Oberharz , Unterharz und Vorharz , ohne jedoch dieseUnterscheidung geographisch genau durchführen zu können. Erstererumfaßt den westl. Kern des Gebirges mit den Bergstädten Lautenthal ,Clausthal und Andreasberg. Die nordwestl. und südwestlichen Abhänge desOberharzes mit Goslar, Seesen bis Herzberg heißen Vorharz . Alles östl. derLinie Wernigerode-Ellrich liegende heißt Unterharz. Der Brocken liegt, aufder Grenze von Ober- und Unterharz. Festerer hat tiefer eingeschnitteueThäler, und meist Tannen- und Fichtenwaldung; letzterer bietet eine grö-ßere Anzahl lieblicher Landschaften. Die Gehirgsart ist Granit, die alternFormationen sind Grauwacke und Thonschiefer.
Das durchschnittliche Klima des Harzes ist ähnlich dem des mittlerenNorwegens . Die mittlere Jahrestemperatur beträgt + 5° C. Auf dem Plateaudes Oberharzes ist auch während des größten Teils des Sommers einrauhes Klima vorhertschend; am nördlr Fuß des Gebirges zeichnen sichdagegen die heißen Monate aus durch angenehme Kühle und eine wuhl-thuende Gleichmäßigkeit der Temperatur und Feuchtigkeit. Harzburg ,Jlsenburg , Wernigerode , Blankenburg , Thale , Suderode sind deshalb sehrbesuchte Sommerfrischen, viel Zuspruch haben auch Grund am westl.,Lauterberg und Sachsa am südl. Abhang n. a. An Kochsalzwassern besitztder Harz das Hubei'tusbad bei Thale, den Beringerbrunnen bei Suderode und Juliushall bei Harzburg, außerdem die Eisenquelle Alexisbad .
I. Östlicher Teil,
Eisenbahn nach Thale und Wegeieben (Halberstadt, Magdeburg, Berlin ),s. S. 90; nach Suderoae-Gemrode-Ballenstedt s. S. 94.
Quedlinburg. — Gastii.: *Bär, am Marktplatz, Z. L. B. 2 M 50,F. 75 Pf.; — Gold. Ring, Lamm (Z. L. B. 11 / 2 - 2 , F. 3 / 4j M. 2 i/ 2 - 23/ 4 M),beide gelobt.
Quedlinburg (141m ii. M.), alte ansehnliche, neuerdings durchAnlage der Yorstadt Suderstadt erweiterte Acker- und Gärtnerstadt,mit 20700 Einw., liegt an der Bode, 5km n.w. vom Fuße desHarzes. Von Heinrich dem Finkler als Stadt gegründet, war es