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Nordwest-Deutschland (von der Elbe und der Westgrenze Sachsens an) : Handbuch für Reisende / von K. Baedeker
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110 Route 27.

ILSENBURG .

Harz :

unil bei den Eichen bergan, sowie von der Sennhütte, s. nuten),mit den spärlichen Trümmern der von Kaiser Heinrich IV. erbautenHarzburg und Aussicht. Das sog. Kanossadenkmal, ein 15, 5 m h.Obelisk mit Bronzemedaillonbild Bismarcks, wurde 1877 errichtet;davor zwei "Walküren von Engelhard.

Vom Kurhaus gelangt man thalaufwärts in l/j St. zum Radau-fall (*Restaur.), einem zwar künstlichen, aber schönen Wasserfall;zurück mag man den einige Min. unterhalb des Falls links berg-an führenden Fußpfad über den Schmalenberg einschlagen, obender Bärenstein und weiter der Felsvorsprung Wilhelmsblick.

Schöne Spaziergänge (die Wege mit Tafeln u. Buchstaben gutbezeichnet) sind ferner: auf der östl. Thalseite: zur Sennhütte(Appenzeller Molkcnwirtschaft) im Kaltenthal am Mittelberge,20 Min., von hier Fußweg zum Burgberg 1.8km ; zum Molkenhaus(495m), 1 St., Sennerei mit Gastwirtsch. (einfach aber ganz gut);u. s. w. — Auf der westl. Thalseite am Hot. Ludwigslust vorbei(Weg „Ea“) gelangt man in '/2 St. zum Hot. und Restaur. Silber-bom; von da ansteigend (Weg „E“) in 20 Min. über Eisenstein(473m) nnd (20 Min. weiter) die Schutzhütte vor der Stiefmutterzur (Weg „K“) Kästenklippe, 3 / 4 St. weiter, über dem Okerthal.

Harzburg steht mit Oker (S. 106), 7km, und Ilsenburg (s. unten),13km, durch Landstraßen in Verbindung: Omnibus über Oker nachRomkerhalle zweimal tägl., nach Ilsenburg 3 mal tägl.

Von Harzburg über die Ahrendsberger Klippen ins Okerthal, 4-4 1 1 , 2 St.,geht man beim Hot.Ludwigslust 1. den Breitenberg hinan; mehrfach Weg-weiser. Im (2 St.) Ahrendsberger Forsthaus gute Bewirtung. Empfehlens-werter ist der Weg über die Kästenklippe s. oben.

Von Harzburg über die Rabenklippen nach Ilsenburg , 3-3 l |2 St. (überall Wegweiser). Unterhalb des Gipfels des Burgbergs, beieiner steinernen Wegsäule, trennt sich vom Burgweg Ö. der breite „Kaiser-weg“, welchen der Sage nach der fliehende Kaiser Heinrich IV. einschlug,als die Sachsen die Burg erstürmten. Auf demselben gelangt man in 10Min. zur sog. Säperstelle^ wo Wegweiser geradeaus nach der Kattenäse („Koh-lenweg“), recht3 nach dem oben gen. Molkenhaus (1 St.; Brockenweg s.S. 113) und den * Rabenklippen (*|4 St.) zeigen. An den Rabenklippen Restaur.und schöne Aussicht ins Eckerthal und auf den Brocken. In n.ö. Richtunghergab auf Zickzackwegen ins (20 Min.) Eckerthal , in welchem eine breiteStraße auf der Grenze zwischen Braunschweig und Preußen in St. zumEckerkrug (Wirtsch. von Söllig, gut) führt; von hier nach Ilsenburg St.— (Von Ilsenburg nach den Rabenklippen 2®/4'St.).

Ilsenburg . — Gasts.*. * Zu den roten Forellen, mit Garten, Z.

L. B. 2-3, F. 1, M. 2-21/2, Pens. 6 *11. Grothev, Z. L. B. 2, F. 1, M.

l3/ 4 -2 Pens. 5-6 Jt \Deutscher Hof, Z. L. B. 174-2 , F. 3/ 4 ,m. 17 4 -2«l,ganz gut; Deutsches Haus, ganz gut; Lindenhof, Z. L. B. 11/4-2,

M. 1-17*2 <M\ Stadt Stolberg, geringer; Zum Ilsenthal, am Eingangdes Thals, Z. L. B. l-D/2, F. Z U. M. H/a-l 3 /«, Pens. 4-5 Jl, ganz gut. Wald-hühe, Z. blauen Stein, beide im Thal, Pens. 5 JH.

Ilsenburg (238m), mit 3800 Einw., Endpunkt der S. 91 gen.Zweigbahn, liegt am Eingang des Ilsethals, mit fürstl. Stolberg -Wemigerodischen Hüttenwerken (nicht zugänglich; trefflicheKunstgußgegenstände in einer Niederlage im Ort). Südöstl. überdem Ort die 998 gegründete Benediktinerabtei Ilsenburg, roman .Stils, 1525 im Bauernkriege bis auf Kapitelsaal und Refektorium