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Nordwest-Deutschland (von der Elbe und der Westgrenze Sachsens an) : Handbuch für Reisende / von K. Baedeker
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171
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Westlicher Teil.

FRIEDRICHRODA .

37. Route. 171

roda (2 St.) führt der kürzeste Weg nach dem sog. Vierpfennighaus , einerFörsterwohnung am Kreuzungspunkte mehrerer Landstraßen, und von daentweder links über das einsam gelegene Dorf Finsterbergen , oder rechtsüber Engelsbach .

Von Georgenthal nach Friedriehro da (s. unten), 9km, Land-straße w. von dem hübsch gelegenen Dorf Katterfeld vorüber (1. die Iin-rnanuelkirche und der unten gen. Kandelaber), dann durch O /4 St. vonGeorgenthal) AUenberga, angeblich das älteste Dorf Thüringens , und Enge-U-bach. — */4 St. oberhalb Altenberga steht ein 9m h. steinernes Denkmal inForm eines Kirchenleuchters, der sog. Kandelaber, 1811 errichtet auf derStelle der ehern. Johanniskirche, welche die Sage irrtümlich 724 vonBonifatius als erste christliche Kirche in Thüringen gegründet sein läßt. —Fußgänger mögen bald jenseit Engelsbach den 1. abzweigenden Philosophen-iceg einschlagen, der am Waldesrand hin nach Friderichroda führt, oderauf dem (weiteren) Fußsteig r. am Daohsbei’g entlang über die Dammmühle(Rest.) gehen.

17km Ohrdruf (372m; Gasth.: Deutscher Kaiser, Anker, WeißesRoß), alte gothaische Stadt mit 6000 gewerbthätigen Einwohnern,Hauptort der Standesherrschaft Hohenlohe-Obergleichen. SchöneWaldspaziergänge nach Scherershütte ( 3 /± St.), Ziegelberg , Steigei-haus, Qräfenhain ( J / 2 St.), Luisenthal (s. unten) u. a. —Eisenbahnnach Gräfenroda (S. 164) ist im Bau.

Von Ohrdruf nach Oberhof (17km) im Sommer 4mal tägl.Postin2 1 /2( um S e hehrt in 1 ^/ 4 ) St. Die Straße steigt allmählich zumKamm des thüringer Waldes hinan, vom Fuß des Gebirges an durchschönen Tannen- und Fichtenwald, in zahlreichen Windungen baldauf der östl., bald auf der wcstl. Seite des Thals, mit stets neuenAussichten. Nach 1 St., am Eingang des Ohrathals das ehern,Hammerwerk Luisenthal (für Aufnahme von Sommergästen einge-richtet). Dann die Dörfer Stutzhaus und Schwarzwald . */* St. jen-seit Schwarzwald öffnet sich r. der Kerngrund. Von dieser Stelle,den „zwei Ohren", in ^ St. am Triefstein vorüber. Bald zeigt sichim Hintergrund hoch oben das herzogt. Jagdschloß. Oberhof s. S. 165,

e. Von Fröttstädt nach Friedrichroda . Inselsberg.

Fröttstädt s. S. 137. — Von Fröttstädt nach Friedrichroda , 9km,Eisenbahn , in */ 2 St., für «^0.50, 0.60, 0.40. Erste Station ist

4km Waltershausen (320m; Gasth.: Bahnhof sh ., Thüringer Hof,Hirsch , beide bescheiden ; Rcstaur. Philippshöhe , am Burgberg), ge-werbliches Städtchen; c. 20 Min. vom Bahnhof entfernt SchloßTenneberg (438m), Sitz verschiedener Behörden. 8Min. südl. vomSchloß der Balderichstein mit schöner Aussicht— 6km HaltestelleSchnepfenthal: r. von der Bahn die berühmte Erziehungsanstaltd. N., 1784 von Salzmann gegründet. — Bald darauf zwischenBaumen r. Schloß Reinhardsbrumi, s. S. 172.

9km Friedrichroda. — Der Bahnhof (Reataur., auch Zimmer), dessenVerlegung hevorsteht, liegt 10 Min. n. vom Ort, zwischen diesem und demSchloß Reinhardshrunn. Droschken, sowie Hotelomnibus (50 Pf.) bei An-kunft der Züge vorhanden.

Gasth. (im Hochsommer häufig überfüllt): Kurhaus, Z. L. B. D/ 2 -2*/*ur F. 75 Pf., M. 2, Pens. 5-8 »Waldbaus, Z. L. B. 2-3.4?, F. 1,M. 2 l Ä, Pens, ify-ß 1 /.» M, mH Bädern^ »Schauenburg , mitten in der