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Nordwest-Deutschland (von der Elbe und der Westgrenze Sachsens an) : Handbuch für Reisende / von K. Baedeker
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182 Route ,19.

LIEBENSTEIN.

Von Eisenach

des thüringer Waldgebirges. Schöner Rückblick auf die Wart-burg. — 14km Marksuhl , weimarischer blecken. — 8km s.w. vonMarksuhl (1 St. zu Wagen) liegt der Luftkurort Frauensee (Logierh.Buchonia. Pens. 21, Z. 4-7 Ji wöchentl,), kleines Kirchdorf, aneinem See, mit mehreren Villen.

28km Salzungen (Gasth. : Kurhaus; Sachs . Hof, Pens. 5 Jltägl.; Meininger Hof, am Bahnhof, Pens, von 4 Jl an, u. a.), Städt-chen von 4200 Kiew., im Thal der Werra . Neben der StationSalinen mit Solbädern und Inhalationsanstalten. Das Kurhausliegt am Salzunger See, an dessen südl. Ende das „Schloß “, amandern der Seeberg, mit Parkanlagen und Bierwirtschaft. — „Felda-bahn“ nach Vacha und Kaltennordheim s. S. 199.

1^2 8t. nördlich von Sfilzungen das Dörfchen Möhra^ Luthers Stamm-ort , mit einem Standbild des Reformators in Erzguß nach Müllers Ent-wurf (1861).

32km Immelborn . Eine Zweigbahn (ö^km in 25 Min. fü»00, 40, 30 Pf.) führt von hier über Barch feld , mit Schloß des Land-grafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld , nach dem ö. auf derHöhe gelegenen

Liebenstein. —Gasth.: Bellevue, Kurhaus, beide unter der-selben Verwaltung, Z. B. 24, wöchentl. 12-14 Jl, Licht 30 Pf., F. 1 Jl,M. 2-3, Pens. o. Z. 4-5 Jt, Omn. 50 Pf., mit Wasserheil-, Bade- und Mol-kenanstalt; Müllers Hot., Z. u. L. 2 1 /** M. 2 Ji. — Meininger Hof,Z. L. B. 174 * 2 , F. 3 /4, M. 17 a-l 3 / 4 , Pens. 472-6 Jl\ II, Schneider, Z. L.B. I 74 -P/ 2 , F. 3 / 4 , M. P/ 2 , Pens. 4 Jl\ Löwe, im untern Dorf, haupt-sächlich für Durchreisende; — Villa Albrecht , Pens. 5-8 Jl, u. v. a.; Pri-vatwohnungen von 10 Jt wöchentl. an. — Kaltwasserheilanstalt.

Kurtaxe bei mehr als siebentäg. Aufenthalt 1 Pers. 10, 2 Pers. 15,mehr Personen 20 Jl. — Konzert der Badekapelle: morgens 7-9, nachm.4-6 Ehr. — Theater.

Wagen nach Altenstein 4 Jl u. s. w.

Liebenstein (342m), mit 1200 Einw., zu Sachsen-Meiningen ge-hörig, wird seiner kohlensäurehaltigen, erdigsalinischen Eisen-quellen, die zum Trinken und zum Baden benutzt werden, seineskühlen klaren Quellwassers, seiner reizenden Lage, der anmutigenUmgebungen und des frischen Lehens wegen im Sommer vongesunden und kranken Badegästen viel besucht.

Mittelpunkt des Badelebens ist das Kurhaus. An der Trink-promenade das herzogl. Palais und mehrere Villen, u. a. dieherzogliche Villa Feodora , an der Außenseite mit Eresken nachLudw, Richter geschmückt.

Hinter dem Kurhaus, am Bergabhang ansteigend, der italienischeGarten , hübsche Anlagen im italienischen Geschmack. Nebendem Kurhaus der Erdfall , eine Art Grotte, mit rauschender Quelle,offen amphitheatralisch aufsteigend und bewaldet. Von hier führenWege zum hellen Blick und dem Bernhardsplatz ; der Marienwegführt zum Wernersplatz: sämtlich schone Aussichtspunkte.

Der Weg (20-25 Min) zu den ansehnlichen Trümmern der*Burg Stein , des „alten Liebenstein“, führt durch den ital. Galtenim Zickzack bergan auf gebahnten Waldwegen und durch Anlagen.