45. Route. 213
u. 1.75 M, mit Weinrestanr., geloht; Post (PJ. m: C 4), Brandgasse 14;Sehwau (s. unten). — ln der Neustadt heim Ccntralbahnhof: *PfälzerHof (Pl.n: li 2), auch Restauration; Centralh. (PJ. p), Mainzer Hof(PJ. o), u. a. — In Castel: Anker, gegenüber dem Aufgang der neuenBrücke, mit kleinem Garten (s. unten).
Wein & Rkstauk.: “'Kasino . Schusterstraße; Volk, beim Theater;Schwan, Liebfrauenplatz7;*Bahnrestaur.,imCentralbahnhof; Stadt-halle, am Rheinquai (S. 214), mit Cafe-Restaurant, u. a.— Biekiiauser:Wocker, Bavaria, Dominikaner Eck, am Tritonplatz; Heil.Geist, nahe der Itheinstraße; Weißes Rößchcn, Gaugasse 73, mitgroßem Garten; am Centralbahnhof die Bierhallen der Rheinischen undder Aktienbrauerei; Anker, in Castel, gut (s. oben).
Droschken. Einspänner: Einfache Fahrt 1 bis 2 Pers. 50Pf., 3bis 4 Pers. 70 Pf., die Stunde 2 Jt oder 2.30; Koffer 20 Pf., Reisetasche10 Pf., Handgepäck frei; Neue Anlage od. Kirchhof 80 Pf., 1 Jl\ Zahlbachnd. Weisenau 1 1.20; nach Castel ansschl. des Rheinbrückengeldes 70.
90 Pf. — Zweispänner : Einfache Fahrt 1-2 Pers. 70 Pf., 3-4 Pers. 90 Pf.u. s. w., Zahlbach od. Weisenau 1.20, 1.40; nach Castel ausschließlich desBrückengeldes 1 M od. 1 Jt 20. Im Sommer nach 10 U. ab. bis 6 V. morg.,im Winter nach 9 U. bis 7 TT. morg. doppelte Taxe.
Pferdebahnen vgl. den Plan; Straßenbahnen nach Zahlbach-Hechtheim,Gonsenheim , Finthen .
LoKALDAMrFßooT nach Biebrich (im Sommer alle halbe Stunde) undnach Kostheim ; Abfahrt unweit oberhalb der neuen Brücke.
Post & Telegr. : Hauptpostamt am Brand (PI. D4); Centralbahnhof.
Bei beschran kter Zeit: Dom mit Denkmälern (8. 214), Gutenberg-denkmal (s. unten), Eigelstein (S. 215), die römischen Altertümer und dasrömisch-germanische Museum im Schloß (S. 214), Rheinquai und neueBrücke (S. 2H).
Mainz y starke Festung, mit 72300 Einw. und 8000 MannBesatzung, liegt am 1. Ufer des Rheins, unterhalb und gegenüberder Mündung des Mains in denselben, und ist mit der reohtsufe-rigen Nebenstadt Castel (S. 216) seit 1885 durch eine feste Brückeverbunden. Durch die Erweiterung der Festungswerke ist auf derNordseite Raum für eine die bisherige Stadt an Umfang weit über-treffende Neustadt gewonnen; große Hafenanlagen sind 1887 er-öffnet, auch für die Verschönerung der alten Stadt ist neuerdingsviel geschehen.
Mainz gehört zu den ältesten Orten am Rhein ; der Käme (Mogon-liacum) ist keltischen Ursprungs. Die Römer legten hier ein festes Stand-lager an, welches Sitz des Legatus für die Germania superior und mitdem r. Ufer (Castel) frühzeitig durch eine feste Brücke verbunden war (Restederselben im Schloß s. S. 214). — Als Sitz christlicher Bischöfe erscheintMainz nachweislich seit dem vr. Jahrh.; durch Bonifatius (Winfried, +755)wurde der Mainzer Stuhl der erste Deutschlands . Die Blütezeit der Stadt,als Haupt des 1254 gestifteten rheinischen Städtebundes, fällt in das xm.und xiv. .Tahrh. 1462 wurde Mainz den Erzbischöfen unterthan, 1792-1814war es französisch, seitdem hessisch.
Der stattliche 1884 vollendete Centralhahnhof (PI. E F 1) liegtim W. der Stadt. Von ihm führt die breite Kaiserstraße direktzum Rhein (S. 214), während man halbrechts, der Pferde-bahn folgend, in 8 Min. zum Schillerplatz, mit einem StandbildSchillers (PI. D 2,3), von Scholl, und weiter links durch die Ludwig-straße zum Gutenbergplatz und zum Dom gelangt. Auf dem Gu-tenbergplatz ein Standbild Outenbergs (PI. C D 3), des Erfindersder Buchdruckerkunst (Ende d. xiv. Jahrh. in Mainz geboren,f 1468), von Thorwaldsen .