226 Route 48.
R. Biebrich (DL. u. E.; Gfasth.: Europ. Hof , Bellevue, Krone ),Dampfbootstation für Wiesbaden (Dampftrambahn s. S. 217; nachMainz auch Lokalboot) bildet mit dem nördlich angrenzendenMoshach(ß. 224) eineu Ort von 11000 Einwohnern, mit zahlreichenFabriken verschiedenster Art (Eisen, Tuch, Glas, Cement u. s. w.).Am obern Ende des Orts die Unteroffmenchule, einroterBackstein-bau, am untern das Schloß des Großherzogs Adolf Yon Luxem-burg, mit ausgedehntem Park.
R. Schierstein (E.), altes Dorf, in einem Walde von Obstbäumengelegen, mit einer Schauraweinfabrik und großem Winterhafen.Weiter Niederwalluf (DK. u. E.; Gasth.: *Schwan, Gartenfeld, Zurschönen Aussicht, am Bahnhof),am Beginn des Rheingau s(S. 224).
L., gegenüber, Budenheim (S. 224).
R. tritt der Kirchturm von Rauenthal (s. unten) am Gebirgehervor. Zwischen Niederwalluf und Eltville ziehen sich zahlreicheLandhäuser am Ufer hin, u. a. dicht vor Eltville der Steinheimer Hof,Eigentum des Großherzogs v. Luxemburg , Villa Rheinberg und BurgCrafi (*Gastb. mit Garten), nach dem Besitzer sogenannt, in präch-tiger Lage. Die Insel im Rhein ist die Eltviller Äu.
R. Eltville (DL. u. E.; Hot. Reisenbach , am Bahnhof, Z.
M, F. 70 Pf.-1 M, mit Restaurant; Burg CVq/2, s. oben)oder Eifeld (89m), Städtchen von 3500 Einw., war früher Haupt-ort des Rheiugaus. 1349 entsagte hier der deutsche König Günthervon Schwarzburg, von seinem Gegner Karl IV. bedrängt, der Krone.Im xiv. u. xv. Jahrh. war Eltville gewöhnlich Residenz der Mainzer Erzbischöfe, namentlich wenn sie Mainz wegen bürgerlicher Un-ruhen verlassen mußten.
Von Eltville Post im Sommer 2mal tagl. in l 1 /« St. nach Schlangen»bad und von dort nachSchwalbach ISt. (Eisenbahn von Wiesbaden e.S. 219J. Lohnender Fußweg in 2-3 St. durch das weinberühmte Rauenthal .
Schlangenbad (Gasth.: Nassauer Hof, Bot. Viktoria u. a.), in einem engenWaldthal reizend gelegen, mit fast indifferenten 27-31*’ C. warmen Quellen,ist ein vorwiegend von Frauen besuchter Badeort. — Auf der Landstraßeüber Wambach (von hier schöner Fußweg) erreicht man in 1 St. Fahrens
Sehwalbach (Gasth.: Alleesaal, Herzog von Nassau , Quellenhof , Metro-pole u. a.), offiziell Langenschwalbach genannt, berühmtes Bad mit muster-haften Badeeinrichtungen, in einem anmutigen Wiesenthal. Die drei Haupt-quellen, der Stahlbrunnen , der Wein- u. Paultnenbrunnen , sind durch einenmit prächtigen Parkanlagen bedeckten Gebirgsausläufer geschieden. Dasschöne krystallhelle Wasser ist von angenehmem Geschmack und enthältviel Kohlensäure. Jährlich c. 5000 Kurgäste.
R. Erbach (E.; Gasth. z. Engel, gute Weine) wird dem Dampf-bootfahrer bald von der t/g St- langen Rheinau verdeckt. An derWestseite des Orts Schloß Reinhartshausen.
Zwischen Erbach und Hattenheim liegen im Rhein zwei großeInseln, die oben bereits genannte Rhein - oder Westphalensche Auund die Sandau .
R. In den jetzt von der Eisenbahn durchschnittenen Weinbergenwird einer der feurigsten Rheinweine, der Markobrunner, gezogen.
R. Bei Hattenheim (E.; (rasth. bei Reß) wird in der Ferne das