49. Route. 237
Stammschloß eines 1750 ausgestorbenen Zweiges der alten Wild-und Rheingrafen. Großartiger Felsdurchhruch des Kellerbachs.
Auf der Höhe r. die Kirche von Johannisberg , mit Grabmälernder Wild- und Rheingrafen. Dann ein Tunnel.
53km Kirn (190m; Gasth.: H. Stroh , am Bahnhof; H. Kothen ),aufblühendes Städtchen mit mancherlei Industrie. Über dem Ort,auf einem Melaphyrkegel, von Weingarten umgeben, 20 Min. vomBahnhof, die Trümmer der alten Kyrburg, des Stammsitzes der Für-sten von Salm-Kyrburg.
Hinter Kirn ist das Nahethai breit und fruchtbar. Erst nach-dem die Bahn bei (56km) Sulzbach in das Fürstentum Birkenfeld(s. unten) getreten ist, schließt sich das Gebirge (Melaphyrfels)näher zusammen. Die nun folgende Strecke bis Birkenfeld ist inbaulicher Beziehung die merkwürdigste der ganzen Bahn: ihreAnlage erforderte 20 Brücken über die Nahe und 10 Tunnel (aufder ganzen Linie 25 Brücken und 15 Tunnel). Vor (60km) Fisch-bach auf das r. Ufer. — 64km Nahbollenbach . Dann über Brückenund durch Tunnel nach
68km Oberstein (265m; Bahnrest., mit schöner Aussicht; Gastli.im Ort: Post , Stark), oldenburgisches Städtchen von 6300 E., derGlanzpunkt des Nahethals. Oben auf steil ansteigenden Mela-phyrwänden die ansehnlichen Trümmer zweier Burgen der 1670ausgestorbenen Herren v. Oberstein . Der Besuch erfordert hin undzurück IY 2 St. Man wendet sich am besten 1. von der Post, derBierbrauerei von Ed. Wild gegenüber, den „Burgweg“ hinan. DenRückweg nehme man über die auf halber Höhe, 60m über der Nahegelegene evang. Pfarrkirche , die halb in den Felsen gehauen ist, derSage nach zur Sühne eines Brudermordes. Die neue got. kathol.Kirche aus grauem Melaphyr liegt auf dem r. U. in der Nähe der Bahn,
Die Einwohner Obersteins beschäftigen sich meist mit Schneiden undSchleifen von Achatsteinen. Die einheimischen Gräbereien haben auf-gehört, seitdem Steine aus Brasilien und Montevideo zu weit niedrigerenPreisen und in größeren Stücken eingeführt werden. In neuerer Zeit hatman auch ein Verfahren entdeckt, färbende Stoffe in den Achat eindringenzu lassen, wodurch die unscheinbarsten Steine in Karneole, Onyxe, Sardo-nyxe u. dgl. verwandelt werden. — Am Idarbach sind über 50 Schleif-mühlen. 3km von Oberstein (Post 4mal tägl. in St.) liegt Idar (Gasth.:H. Veeck od. Schützenhof), mit 4300 Einw. In der Gewerbehalle daselbstwerden die geschliffenen Gegenstände zu amtlich festgesetzten Preisen ver-kauft. Idar und Oberstein zählen über 100 sogen. Goldschmiede, welchedie Steine in Metall fassen.
70km Ensweiler , 74km Sonnenberg, 75km Kronweiler, 78kmNohen, 81km Heimbach, 84km Hoppstädten. — 86km Birkenfeld -Neubrücke: eine Zweigbahn führt in 13 Min. nach dem 5km ent-fernten Städtchen Birkenfeld (382m), mit 2600 E., Hauptort des zuOldenburg gehörigen Fürstentums Birkenfeld. — 90km Nohfelden.— 92km Türkismühle (364m). —Die Bahn erreicht ihren höchstenPunkt bei (95km) Namborn -Watthausen (385m), auf der Wasser-scheide zwischen der Nahe und der in die Saar fließenden Blies ,dann fällt sie stark. — 99km Namborn , 101km Hofeld.