Vermischte Gedichte.
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Ein großes Grab ist Meeres Grund,
Ein Kirchhof Meeres Spiegel;
Die Wellen, schwellend all und rund,Das sind die Grabeshügel.
O, könnte man dort unten sein.
Wär' Meeresflut verronnen:
Man sah' der Schläfer lange Reihn,Sah' von Polypen ihr Gebein,
Das bleiche, roth umsponnen.
Man säh' ihr Kissen: weiches Moos,Und Sand und Meereslinsen;
Man sah', wie sie mit Zähnen bloßJn's Fischgewimmel grinsen.
Man sah', wie ihren KnochenarmDer Sägefisch polirt;
Wie sie der Meeresfrauen SchwärmMit seltnen Gaben ziert.
Die eine salbt, die andre flichtIhr Haar, das lang begaffte,
Und schminkt ihr beinern AngesichtMit Purpurschneckensafte.
Die eine singt ein traurig Lied,
Die kommt mit Muschelschnüren.
Man sah' die todte Schaar umglühtVon wunderbaren Zieren;
Sah' Hand und Knöchel schön umglänztVon gelben Bernsteinschnallen:
Der nackte Schädel wär' bekränztMit krönenden Korallen.