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PONT-NKTF.
Der *Font~Neuf (PI. R *20; T 7 ), an der Westspitze der Tasel,überschreitet beide Arme des Flusses und gewährt eine prächtigeAussicht auf das Louvre. Der 1578-1604 ausgeiiihrte Bau ist 1852wesentlich umgeändert und 1886 zum Teil restauriert worden. DieMasken, an den Außenseiten, die das Kranzgesims tragen, sind ur-sprünglich von J.-B. Dueerceau, aber erneut. In der Mitte derBrücke ein schönes Reiterbild Heinrichs IV ., von Leinot, an derStelle eines 1635 ausgeführten Standbildes (Reste s. S. 101) 1818 er-richtet. Wie das ältere Standbild 1702 sein .Metall zu Kanonen hattehergeben müssen, so wunderten fiir das jetzige die Standbilder Na-poleons I. von der Vendome-Säule und von Boulogne - sur - Mer in dentxießofen. Die lateinischen Inschriften berichten vorn die Wieder-herstellung des „geheiligten Bildes nach der ersehnten RückkehrLudwigs XVIII. durch Bürger aus allen Ständen“ und hinten, inWiedergabe der ursprünglichen Inschrift, die Aufstellung des altenBildes. An den Seiten Bronzereliefs: Heinrich IV. läßt an die be-lagerten Pariser Brot verteilen und den Frieden verkünden.
Im xvii. und xvm. Jahrh. war die Brücke der Sammelplatz derTaschenspieler, der Quacksalber, der wandernden Krämer, der freienKünstler und der Büchertrödler. Der satirische Dichter Tabarht führteliier seine mit Spottreimen gesalzenen Possen auf. Die Büchertrödler(Bouquinisttes) siedelten später nach den Quais über, wo sie noch ihrenStandort haben.
Dem Reiterdenkmal gegenüber gelangt man über die PlaceDauphine an die 1857-68 von Duc erbaute Westfront des unten be-schriebenen Palais de Justice , mit dorischen Ilalbsäulen, reichemGesims und Statuen der Klugheit und Wahrheit von Dumont, derStrafe und des Schutzes von Jouft'roy, der Gewalt und der Ge-rechtigkeit von Jaley, die Freitreppe hinan gelangt man in dasVestibüle de Harlay (S. 223).
Der Pont au Change (PI. R 20; I 7 ), der vom Cliätelet-Platz(S. 155) nach der Insel führt, ist einer der ältesten Verkehrswegeder Stadt, aber 1858-50 ganz neu erbaut worden. Den Namen batdie Brücke von den AVechslerbuden, die sich in alter Zeit hier be-fanden. Die Aussicht auf die Cite, mit dem Palais de Justice uuddem Tribunal de Commerce, dem Hötel-Dieu und derNotre-Pame, istsehr schön: flußabwärts sieht man den Pont-Neuf und das Louvre,flußaufwärts das Hotel de Ville und den Turm von St-Gervais.
Die Brücke mündet auf den Boulevard du Palais, die Haupt-straße der Cite, die am 1. Seineufer im Boulevard St-Michel (S. 229)ihre Fortsetzung findet.
Das Palais de Justice (PI. 1120; V), eine weitläufige Ge-bäudegruppe, nimmt die Stelle der alten Schloßburg der französischen Könige ein. Ludwig der Heilige (f 1270) räumte einen Teil, Karl VII. das ganze Schloß dem obersten Gerichtshof ein, der Parlament ge-nannt wurde. Von dem alten Königsbau ist, außer der Ste^Chapelle(S. 224'» und den Cuisines de St-Louis (S. 225), nichts übrig ge-