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Paris nebst einigen Routen durch das nördliche Frankreich : Handbuch für Reisende / K. Baedeker
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311
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Gärten .

VERSAILLES . Umgebung v. P., 23. 311

mit einem Eber und einem Wolf von van Cleve, der Mittag oderVenus von G-. Marsy, der Abend oder Diana von Desjardins, dieLuft von Le Hongre; links ein Bär und ein Tiger, ein Hirseli undein Hund von Houzeau, der Tagesanbruch von Marsy, der Frühlingvon Magnier, das Wasser von Legros. — Rückwärts ein guter Ge-samtblick auf die Gartenfassade des Schlosses.

Zwei Treppen von je 103 Marmorstufen (20m breit) münden siidl.bei der auch architektonisch beachtenswerten Orangerie, 1084-80von Mansart , erbaut. Die Orangenbäume, etwa 1200, der älteste an-geblich aus dem Jahre 1421, stehen im Sommer in den Gärten zer-streut. Weiter die große Piece den Suisses, ein über 000 in langesund 200m breites Wasserbecken, an dessen Ende ein schlechtesReiterbild Ludwigs XIV. von Bernini, von Girardon zu einem Mar-cus Curtius umgestaltet, seine Aufstellung gefunden hat. Anstoßenddas Gehölz von Satory.

Iler ehern. KUcheugartcn (Potager), hei der Piece des SuisseB nachder Stadt zu, ist 1873 m eine Gartenbauechule umgewandelt worden.

Am Fuß der Stufen, die vom Parterre d’Eau abwärts fuhren,ist das von B. Marsy ausgeführte Bassin de Latone: ein rundesWasserbecken mit roter Marmoreinfassung, wo vergoldete Frösche,Schildkröten und Eidechsen ihr Wasser auf Latona und ihre KinderApollo und Diana ausspeien (der Sage nach wurden die lykischenBauern, die der Latona kein Wasser geben wollten, von Jupiter inFrösche verwandelt). Ringsum Standbilder und Hermen: links einwunderlicher Melancholicus von La Perdrix; dann Nachbildungenbekannter Antiken.

Es folgt ein schmaler langer Rasenplan, das 'Lapis Vert, undan dessen Ende das große Bassin d’Apollon, eins der bedeu-tendsten der „I’etites-Eaux“; darin Apollo mit den vier Sounen-rossen, von Tritonen und Delphinen umgeben, Bleiguß von Tubv,nach einer Zeichnung Lebrun’s. — Ein 1588m langer, 02m breiterkreuzförmiger Kanal erstreckt sich von hier bis fast zum Grand-Trianon (S. 313).

Wer vom Bassin d’Apollon zum Trianon will, muß r. von dem Gitterdie Allee d’Apollon einschlagen und bis zur Avenue de Trianon gehen,wo der Haupteingang ist (S. 313). Die anderen Alleen sind in der Mittogesperrt.

Rechts und links in den Parkanlagen sind noch mehrere Bassinsund Gruppen, die namentlich, wenn die Wasser springen, einenBesuch verdienen. Hervorzuheben sind, in der Richtung vom Bassind’Apollon nach der Terrasse zu: südlich das *Bosquet de la Coltm-nade (PI. 3), eine runde Halle von 32 Marmorsäulen, in der Mitteder *Raub der Proserpina, Marmorgruppe von Girardon , nach einerZeichnung Lebrun’s. Weiter die Salle des Marronuiers (PI. 2), mitStatuen des Antinous, Meleager und antiken Büsten; das Bosquet duBoi mit mehreren Statuen (nur 1. Mai-31. Okt. von 10 Uhr vorm,an geöffnet), das Bassin du Miroir und nicht weit davon das Bas-