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Paris nebst einigen Routen durch das nördliche Frankreich : Handbuch für Reisende / K. Baedeker
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330
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Xvhloß.

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CHANTILLY. Umgphmitf v. P. , 27.

Ein breiter Graben, dessen Wasser von Enten und gefräßigenalten Karpfen belebt ist, trennt den Rennplatz vom Seliloßbezirk.Ein Gitterthor (Grille d’Jtonueay, s. das obere Kärtchen) bildet denEingang zu diesem. Der langgestreckte nüchterne Lau r., dasChdtean d’'Rmjhien , von 1770, enthielt die AVohnniume für (fitste.Geradeaus auf einer erhöhten Terrasse das S. 33(5 gen. ReiterbildAnne’s de Alotitmoreney. Links das eigentliehe Schloß.

Das '•‘•Schloß besteht aus zwei Hauptteilen, dem für den Conne-table Amu* de ATontmorency um 1500 wahrscheinlich von JeanHtdlaut erbauten Chätelet , auch Gupitninerie genannt, und demmodernen Grat ui Chateau^ das der Erbe des letzten Conde, HerzogHeinrich von Aumale (vierter Sohn des Königs Louis Philipp:liSä'2-07), in den J. 1K76-82 durch den Architekten Daumet auf-fiihivn ließ und, teils aus altem Familienbesitz, teils durch Neu-kauf, mit großartigen Kunstsammlungen füllte. Durch Ver-mächtnis nebst seinem gesamten Inhalt in den Ile,sitz des Institutde France Ubergegangen und dem Publikum als Mauer Condezugänglich gemacht (S. 330), bietet dieser glänzende* Wbhusitz eines„Grand Seigneur* des xix. Jahrhunderts jetzt eine der ersten Sehens-würdigkeiten in der Umgebung von Paris . - Konservator Al. F.-A.Urtnjer.

Die Anfänge der mittelalterlichen Burg Chantilly reichten bis in dasix. Jahrhundert hinauf. Durch Erbgang kam sie J4U5 an die Familiedt* Moutnioreney. Dev Connetable Amte de Montinorency (14Ü3-15Ö7), derin den Kriegen Franz’ I. eine Rolle spielte und die ICnnstbcstrcbimgendes Königs teilte, ließ an ihrer Stelle von Pierre (Jhumhtgex ('S. xxxm) einfürstliches Schloß errichten und später durch ein "Nebengebäude (das obengen. Chätelet) erweitern. Anne’s Enkel, Herzog Heinrich von Montmoreney.hüllte seine Verbindung mit dem aufrührerischen Herzog (faston vonOrleans 1Ö32 mit dem Tode. Seine Güter kamen an seinen Schwager, denPrinzen Heinrich IX. von Bourbon-Conde . Jjitfhcig IL von Coudd ( 1021 -S«0,wegen seiner Kriegsthaten im Elsaß , den Niederlanden und Siiadeutseh-himl und wegen seines Geistes „der große Conde -1 genannt, machte Chan-tilly zum Schauplatz glänzender Feste, die, infolge seiner Teilnahme amKriege der Fronde und seiner Verbannung (1054) unterbrochen, nach seinerRückkehr (lööO) mit erneutem Prunke wieder aufgenommen wurden. Denunerhört prächtigen Empfang Ludwigs XIV. hu J.1U71 schildert Madamede Sevigne in ihren Briefen. Durch Mansart verschönert und von LeNöt.re, mit einem prächtigen Park umgeben, konnte Chantilly in der Thatdamals mit den glänzendsten Königssehlössern in Wettbewerb treten.Racine, Meliere, La Fontaine, Fenelon, Boileau gehörten zu Ooude’sständigen Gästen. Von den geplanten. Bauten futdicig Heinrichs von Hmte-tum-Onnäd (1092-1710; Minister unter Ludwig XV. ) sind nur die Ställe («S. .".*(7)zur Ausführung gekommen. Aus der Zeit seines Sohnes Ludwig Josej/hUPHi-lSlH) stammt das Chäteau d’Enghien . Während der Revolutionwurde das Hauptsehloß gänzlich zerstört. Der letzte Conde starb iSjo.

Durch die Porte de, la Herze gelangt man in die Cour d’hou-neur (vergl. Grundriß. 8. 332) und weiter '/.wm Per ist yl, dem Huupt-‘‘ingang in das Gebäude; Schirme und Stöcke sind abzugeben.

rtu großen Vestibül (Grnndr. 1). wo die Kataloge (S. 330)verkauft, werdet!, hat man zur L. das große Treppenhaus (S. 335),