Buch 
Paris nebst einigen Routen durch das nördliche Frankreich : Handbuch für Reisende / K. Baedeker
Entstehung
Seite
335
JPEG-Download
 

Ftrhloß.

CHANTILLY. Umgehung e. P., 27. 335

Selbstbildnis, Venus Anadyomene, Stratonice, Alme Devaui;ay; 425.Gerard, Bonapart,e als erster Konsul; — 112. TTolbem (?), Bugen-liageu; Bildnisse Ton Fr. Clouet u. a.

Zurück zum Großen Vestibül und r. in das

Chätelet oder Appartement de M. le Prince. — ln der Anti-cuambre (PI. 17): 378,379. Ondry, Jagdscenen; 380, 381. Des-pmies, Hunde; 147. Hackert, Eberjagd. L. ein Schrank mit einer1774 von Gustav III. von Schweden geschenkten Mineraliensamm-lung. Hinten chinesisches und französisches Porzellan und Steingut.— In der Sai.t.k des Gabjies (PI. 18): r. und 1. vom Eingang, *120,*127. van Dyck , Porträt des Grafen Heinrich von Berg und derPrinzessin Marie von Brabant; 132. Justus van Fymoid, derGroße, Conde; vier *Email-Porträts von Leonard Limousin . Uberdem Kamin ein Mosaik aus Herculaneum , der Raub der Europa.In den Glasschränken alte französische Bahnen, Waffen und Erinne-rungen. Hier wie in mehreren anderen Räumen Möbel mit pracht-vollen *Beauvais -Stickereien. — Man betritt weiter das ehern.Schlafzimmer ( la Chambre; PI. 19): dekorative Malereien vonJ.-B. TTuet und Rebell; an der Rückwand eine * Kommode vonRiesener, mit Bronzedekor von Hervieu, Gegenstück zu demSchreibtisch Ludwigs XV. im Louvre. --- Im Granu Ca hinkt(PI. 20): Möbel aus der Zeit Ludwigs XVI., mit vergoldeten Holz-schnitzereien. — Der Salon des Singks (PI. 21) ist mit reizendenMalereien dekoriert, vielleicht von Chr. Huet, Affen in Kleidungund Haltung der vornehmen Gesellschaft des xvm. Jahrhunderts.

In der Galerie du Prince: 351-363. Sauveur Lecomte, dieWaffentliaten des Großen Conde, 1686-92 gemalt,; über dem Kamineine Trophäe mit einem Bildnis (n° 307) des Großen Conde, vonStella, und seinem Medaillonporträt von Coysevox (1686); dieFahne, 1643 in der Schlacht bei Rocroi erobert, ist die älteste er-haltene derartige Trophäe in Frankreich (vgl. S. 263); Statuetten.Büsten n. a. — Zurück zur Antichambre und r. in die

Bibliothek, mit c. 13000 Bänden. Die wertvollsten Hand-schriften sind in Schrank XVI ausgestellt; zu beachten: das Gebet-buch des Herzogs von Berry, c. 1395 von niederländischen Künstlernmit, Miniaturen geschmückt (vgl. S. xxx); Breviar der Königin•leamie d’Evreux , der Gemahlin Karls des Schönen (c. 1330); Psalterdes h. Ludwig (1214) u. a.; viele schöne Einbände: auf dem Kaminder Große Conde, Terrakotte von Coysevox .

An das Große Vestibül schließt sich siidl. das Treppenhaus(Grand Fscalier; PI. 22): prächtiges schmiedeeisernes Geländervon den Brüdern Moreau; die Treppe führt in das nicht öffentliche,Untergeschoß hinab. Weiter: zwei Gobelins nach Boucher undde Troy; vier Lampenträger von Chapn; Deckengemälde, die Hoff-nung, von Maillart . — In dem zur Kapelle führenden Gang (Ga-