32. K. 353
64km Longuyon (Bahnrcstaur.), Stadt von 3250 Einwohnern,in hübscher Lage, mit bedeutenden Eisenwerken.
Von Dicdenkofen nach Longuyon, 49km, elsaß -lothringischeund französische Ostbahn , in 1 1/4 St. - Die Bahn überschreitet die Moselund führt zwischen bewaldeten Hügeln im Tlrnle der Fentftch aufwärts.Dkm Flörchingen ; 8 km llayingeti, mit Eisenwerken, die die in der Um-gebung gewonnenen Erze verhütten; likm Kimitthigen. — ltikm Fentxch,letzte deutsche Station. Dann durch einen Tunnel. — 24km Auduu-le-Homan, Sitz der französischen Donane (Pariser Uhr: vgl. S. 349). —Abermals ein Tunnel. — 31km Joppeeou/’t-FUlierex. — 35 km Merey-le-Bas-Ma/ubottel, mit Papierfabrik. — Dritter Tunnel. — 39km Pierrepout,mit Tuchfabrik. — 49km Longuyon : Wagen Wechsel.
Die Bahn folgt weiter dem Laufe der Ckiers, über «‘inen Via-dukt, durch zwei Tunnel und über mehrere Brücken, nahe derbelgischen Grenze hin. Bewaldete Hügel und Weidenland. — 73kmCharency-Vezm , 78km Velosnes-Toryny (letzterer Ort belgisch ).
85km Montmedy , befestigtes Städtchen von 2700 Einwohnern,an der Chiers, überragt von einer hochgelegenen Citadelle, die heider Weiterfahrt, jenseit eines Tunnels, 1. noch längere Zeit sicht-bar bleibt. — 91km Ch/ufveucy, 97km Lamouilly , 104km Maryut,110km Blatpry. — 112km CarU/nan, einst Yvois genannt, seitLudwig XIV. , der hier für den Prinzen Eng. Moritz von Savoyen-Carignan ein Herzogtum errichtete, mit dem jetzigen Namen be-zeichnet. — 117km Sarlnj, 120km Ponr/t-Breviihj, 123km Doazy.— 127km BazeUles, r. von der Bahn, bekannt durch den blutigenKampf der Bayern unter von der 'Faun gegen die franz. Brigade Martin des Pallieres, am Morgen dev Schlacht bei Sedan.
Vom Bahnhof aus sicht man das Schlößchen Do find, bei der Weiter-fahrt die ganze Südseite von BazeiUcs, wo der bayrische Angriff, nachÜberschreitung der Maas , etwa 4V 4 Uhr früh begann. Die Franzosenwaren im mittleren und nördlichen Teile des Orts stark verbarrikadiert.Beide Gegner erhielten im Laufe der Zeit Unterstützung; deutscherseitsgriffen nach 0 Uhr nürdl. die Sachsen ein, die von Douzy (s. oben) kamenund Uber la Moncelle vergingen. Erst gegen n Uhr vorm, wurde dasletzte Haus von BazeUles, die Villa Beimiiann, von den Franzosen ge-räumt. Das am nördlichen Ausgang gelegene Wirtshaus A la denu'ereL'artouehe (12-15 Min. vom Bahnhof) enthält ein kleines „Musee “ mitallerhand Erinnerungen. Auf dem nahen Friedhof ruhen in gemeinsamerGruft die Gebeine von über 2000 Franzosen und Deutschen . Die Straßeteilt sich: nordwest], über den Vorort Balan nach Sedan (3km; Traimvays. S. 304); nordöstl. im Thal der kleinen G Wonne, die das Plateau vonSedan im O. begrenzt, aufwärts: bei la Moncelle vorüber nach Daigng(3km), wo die, preußische Garde vorging. Von Daigny über Fond de(Jicoane. (von hier Tramway, s. S. 304) nach Sedan ebenfalls 3km.
Bit» Bahn überschreitet die Maas, berührt (129km) Poiii-Mauy'iH^ wo eine Bahn von Verdun eimnündet, nnd erreicht
134km Sedan. — Der Ihhnhof ( Buffet) liegt im S. der Stadt (1870hn \Y\ der Vorstadt Torcy ; unsere Karte zeigt noch die alte Bahnlinie). —-
Gasth.: Europa (Bes. Uamusat), Itue Gambetta, gut. Z. 2y,»- 0 , F. U/ 4 ,U* 3i/.^ M. 4 fr.; Croix d’ür, Place Turenne, etwas billiger; Lion d ’Or.
Waukn: in der Stadt Einsp. die Fahrt so r., die Stunde 1 fr. 80 c.;