Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
Seite
82
JPEG-Download
 

82

tragen haben? Dieser Gewinn ist von der Arbeit des Menschen ganz unabhängig,und zeigt, daß der von dem Boden und dem Kapital geleistete Dienst ein ganz anderDing ist, als der, welchen die Arbeit leistet. Selbst ein Kapital, welches eineAnsammlung von Werthen ist, die zum Theil der menschlichen Arbeit ihre Ent-stehung verdanken, leistet einen Dienst, an welchem die menschliche Arbeit keinenAntheil mehr hat. Das Kapital rcpräsentirt zum Theil eine menschliche Arbeit,und erhält dadurch einen Theil seines Werthes; aber der Werth des Dienstes, denes leistet, rcpräsentirt keine menschliche Arbeit mehr.

Ilngcdrucktc Anmerkung von I. B. Sap.

Siebentes Kapitel.

Der natürliche Preis und der Marktpreis der Waaren.

Es giebt in jeder Gesellschaft oder in jeder Gegend einengewöhnlichen oder Durchschnittösatz für den Arbeitslohn und Gewinnbei jeglicher Beschäftigung der Arbeit und des Kapitals. DieserSatz wird, wie ich später zeigen will, auf natürliche Weise theilsdurch den allgemeinen Zustand der Gesellschaft, ihren Reichthumoder ihre Armuth, ihr Fortschreiten, Stehenbleiben oder Zurückgehen,und theils durch die besondere Natur jeder Beschäftigung bestimmt.

Ebenso giebt cS in jeder Gesellschaft oder Gegend einen gewöhn-lichen oder DurchschiüttSsatz für die Rente, welcher gleichfalls, wieich später zeigen werde, theils durch den allgemeinen Zustand derGesellschaft oder Gegend, in welcher der Boden befindlich ist, undtheils durch die natürliche oder künstlich erzielte Fruchtbarkeit dcSBodens bestimmt wird.

Diese gewöhnlichen oder Durchschnittssätzc kann man für dieZeit und den Ort, wo sie herrsche», die natürlichen Sätze des Arbeits-lohnes, der Rente und dcö Gewinnes nennen.

Wenn der Preis einer Waare weder höher noch niedriger ist,als er sein muß, um die Grundrente, den Arbeitslohn und den Ge-winn dcö auf Erzeugung, Bereitung und Fcilbictung verwendetenKapitals nach ihrem natürlichen Satze zu bezahlen, so wird die