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gewöhnlichen und üblichen Gewinn. In einem Lande, wo dergewöhnliche Satz des reinen Gewinns acht bis zehn Proccnt beträgt,mag es billig sein, daß die Hälfte desselben als Zins abgehe. WoGeschäfte mit geborgtem Gelde getrieben werden, trägt der Borgerdie Gefahr des Kapitals und muß es dem Darleiher so zu sagen asse-curiren; vier oder fünf Procent können aber in den meisten Gewerbensowohl als ein hinlänglicher Gewinn für die Gefahr der Assecuranz,als auch als eine hinlängliche Entschädigung für die Mühe derKapitalverwendung angesehen werden. Aber das Verhältniß zwi-schen den Zinsen und dem reinen Gewinn kann in Ländern, wo dergewöhnliche Gewinnsatz viel niedriger oder viel höher ist, nicht dasnämliche sein. Ist er viel niedriger,, so kann vielleicht nicht dieHälfte desselben für den Zins bewilligt werden, während mehr gege-ben werden kann, wenn er viel höher ist.
In Ländern, die schnell zu Reichthum gelangen, kann der nie-drige Gewinnsatz in dem Preise vieler Waaren dem hohen Arbeits-lohn das Gegengewicht halten, und diese Länder in Stand setzen,eben so wohlfeil zu verkaufen, als ihre weniger blühenden Nachbarn,bei dencw der Arbeitslohn niedriger ist.
In der That tragen hohe Gcwinnste vielmehr zur Erhöhungdes Produktcnpreiscs bei, als hoher Arbeitslohn. Wenn z. B. inder Linnenmanufaktur der Lohn der verschiedenen Arbeiter, der Flachs-bereiter, der Spinner, der Weber u. s. w. um zwei Pencc des Tagesvermehrt werden sollte, so müßte nothwendig der Preis eines StückesLeinwand nur so viclmal um zwei Pencc erhöht werden, als dieZahl der damit beschäftigten Leute, multiplicirt mit der Zahl derdabei zugebrachten Tage, betrüge. Derjenige Theil des Waarcnprc^ses, welcher sich als Arbeitslohn herausstellte, würde auf allen Stu-fen der Bearbeitung nur nach einer arithmetischen Proportion Z"jener Lohnerhöhung eine Steigerung erfahren. Aber wenn die Ge-winnst«! aller Derer, die die Arbeiter beschäftigen, um fünf Procentsteigen sollten, so würde derjenige Theil des WaarcnprciseS, welchesich als Gewinn herausstellt, auf allen Stufen der Bearbeitung in geo-metrischer Proportion zu jener Gcwinncrhöhung steigen. Derjenige,welcher die Flachsbcreitcr in Arbeit setzt, würde beim Verkauf seinesFlachses zu dem ganzen Werthe des Materials und des den Arbeitern