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gerade eine solche Wichtigkeit bei, daß ick mir nicht erlaube, etwas Dogmatischesüber diesen Gegenstand auszusprechen. Indessen ist klar, daß der Sah, der Kapi-talzins sei als Sporn für die Sparsamkeit und Gewcrbthätigkeit nothwendig, sichdurchaus nicht mit dem Satze verträgt, wonach die Kraft und Geschicklichkcit derArbeit »ach der Lohnhöhe abgemessen wird, weil der Zins von dem Produkte desArbeiters zum Voraus abgezogen werden muß.

Ich kann wohl begreifen, wie das Recht, sich unter dem Namen von Zinsoder Gewinn das Produkt Anderer anzueignen, der Habgier Vorschub leistet;aber ich kann mir nicht denken, daß man durch eine Verringerung des dem Arbei-ter bestimmten Lohnes, und durch eine Vermehrung des Reichthums der müßigenMenschen die Gewcrbthätigkeit heben, und ei» schnelleres Ncichwerdc» der Gesell-schaft bewirken könne. Der Zins vom Kapital war damals heilsam, als er dazudiente, die Macht der Feudalherren, dieser absoluten Herren aller leibeigenen Ar-beiter eines Landes, einzuschränken; aber es ist ein arger Irrthum, das für etwasAllgemeines anzusehen, was für einen besonderen Fall gut war.

Wenn man die Sache der Bevölkerung mit Rücksicht auf unser Gcfühlbctrach-tct, und auf das Acht hat, was in den amerikanischen Wildnissen geschieht, so wirdman, wie ich glaube, zu einer ganz anderen Lösung der Frage geführt: ,,ob esmöglich ist oder nicht, daß die Gesellschaft sich da entwickle, wo das Kapital kei-nen Zins fordert." Die erstere Betrachtung wird uns zeige», daß das Produktjedes Arbeiters ganz unabweislich für die Ernährung seiner eigenen Familie inAnspruch genommen wird. Seine Kinder zu erziehen und für ihre Bedürfnisse zusorgen, ist im Allgemeinen für den Arbeiter ein hinreichender Grund zu arbeiten.Nachdem sie erzogen worden und ein Handwerk gelernt haben, werden sie Arbei-ter, vergrößern die Theilung der Arbeit, geben Anlaß zu größerer Aufklärung,und erweitern ihrerseits die Bevölkerung und das Jahresprodukt einer Gesellschaft.Im gegenwärtigen Zustande werden die Ersparnisse des Kapitalisten eben so gut,wie jeder andere Theil des Jahrcsproduktcs cvnsumirt, und zwar im Allgemeinenvon den Arbeitern; indem sie aber zuerst durch die Hände des Kapitalistengehen, nimmt dieser für sich einen bedeutenden Theil vorweg, der unter die Arbei-ter vertheilt worden wäre, und ihnen gestattet hätte, größere Familien zu unterhal-ten, wodurch auch die Theilung der Arbeit sich mehr ausdehne» mußte. Dasbewirken die wachsenden Kapitalien nimmermehr. Die Motive zum Sparen,sagt ein Redakteur des VVeslininster lieview, liegen ganz außerhalb der Vermeh-rung der Ersparnisse selbst. Die elterliche Liebe ist, wie ich glaube, eine ergiebigeQuelle des Gcwerbflcißes und der Sparsamkeit, die dem Mensche» erlaubt, Kinderaufzuziehen, indem er mit ihnen das Produkt seiner Arbeit theilt; und da, wo siciizahlreiche Familien bilden, wird auch die Nation an Reichthum und Bevölkerungzunehmen.

Es ist i» der That eine jämmerliche Illusion, das Kapital eine „aufgesparte"Sacke zu nennen. Der größte Theil desselben ist nicht für die Consumtionbestimmt und entschlüpft auf immer dem Zwecke des Wohlseins. Wenn ein Wil-der Nahrung braucht, rafft er auf, was die Natur ilnn von selbst bietet. Später

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