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Geldlohn und Geldgewinn sind freilich in Europa überall jenach den verschiedenen Anwendungen von Arbeit und Kapital äußerstungleich. Allein diese Ungleichheit rührt theils von gewissen Umstän-den in den Anwendungen selbst her, die entweder wirklich oder wenig-stens cingcbildctcrmaaßcn bei einigen für den geringen Vortheil Ersatzbieten, und bei anderen einem großen Vortheil die Wage halten, theilsvon den Staatöcinrichtungcn, die nirgends in Europa den Dingenvollständige Freiheit lassen.
Die abgesonderte Betrachtung jener Umstände und der Staats-cinrichtungen macht, daß dieses Kapitel in zwei Abtheilungenzerfällt.
Erste Abtheilung.
Ungleichheiten, die von der Natur der Anwendungen selbst herrühren.
Folgende fünf Umstände sind, so viel ich beobachten konnte,die hauptsächlichsten, die theils für einen geringen Gcldvorthcil Ersatzbieten, und theils einem großen die Wage halten: erstens die An-nehmlichkeit oder Unannehmlichkeit der Anwendungen selbst; zweitensdie Leichtigkeit und Wvhlfcilheit, oder die Schwierigkeit und Kost-spieligkeit, mit der sie erlernt werden; drittens ihre Beständigkeit oderUnbeständigkeit; viertens das größere oder geringere Vertrauen, wel-ches man auf Diejenigen setzen muß, die das Geschäft treiben; fünftensendlich die Wahrscheinlichkeit oder Unwahrschcinlichkeit eines gutenErfolgs.
Erstens ändert sich der Arbeitslohn je nach der Leichtigkeit oderSchwierigkeit, Reinlichkeit oder Unrcinlichkeit, Ehrlichkeit oder Unchr-lichkeit des Gewerbes. So verdient an den meisten Orten einSchncidcrgcsell im ganzen Jahre weniger, als ein Webergcscll: seineArbeit ist viel bequemerEin Wcbcrgescll verdient weniger, alsein Schini'cdcgcscll: seine Arbeit ist zwar nicht immer bequemer, abersie ist viel reinlicher. Der Gesell eines Grobschmieds verdient,obgleich er ein gelernter Handwerker ist, in zwölf Stunden selten soviel, als ein Steinkohlcngräber, der doch nur ein Tagelöhner ist,
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