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auf den gewöhnlichen Kapitalgcwinn in einem Gewcrbszweigc keinenEinfluß. Ob das Kapital beständig verwendet wird oder nicht,hängt nicht von dem Gewerbe, sondern vom Gewerbtrcibendcn ab.
Viertens ist der Arbeitslohn je nach dem größeren oder gerin-geren Vertrauen, welches den Arbeitern geschenkt wird, ein anderer.
Der Lohn der Goldschmiede und Juweliere ist immer höher,als der vieler anderer Arbeiter, die nicht nur gleiche, sondern nochweit größere Gcschicklichkcit aufwenden müssen: er ist es wegen derkostbaren Sachen, die ihnen anvertraut werden.
Dem Arzte vertrauen wir unsere Gesundheit, dem Rechtsgelchr-ten und Advokaten unser Vermögen und mitunter unser Leben undunseren guten Ruf an. Ein solches Vertrauen könnte man nicht mitSicherheit auf Leute setzen, die sich in einer schlechten und niederenLebenslage befinden. Darum muß auch ihre Belohnung der Artsein, daß sie ihnen den gesellschaftlichen Rang verschafft, den ein sowichtiges Vertrauen nöthig macht. Wird zu diesem Umstände nochdie lange Zeit und die vielen Kosten ihrer Erziehung gerechnet, so»ruß dies nothwendig den Preis ihrer Arbeit noch mehr erhöhen.
Legt Einer nur sein eigenes Kapital in einem Gewerbe an, sofindet kein Vertrauen Statt, und der Credit , den er bei anderen Leu-ten findet, hängt nicht von der Natur seines Gewerbes, sondern vonder Meinung ab, welche sie über sein Glück, seine Rechtschaffcnhcit undseine Klugheit fassen. Es können also die verschiedenen Gewinnsätze>n den einen oder anderen Gcwerbszwcigcn nicht aus den verschie-denen Graden des Vertrauens entspringen, das man auf die Gewcrb-treibcnden setzt.
Fünftens ist der Arbeitslohn in den mancherlei Beschäftigungenie nach der Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkcit des Erfolgscht verschiedener.
Die Wahrscheinlichkeit, daß Jeder zu der Beschäftigung, fürwelche er erzogen wurde, sich befähigt zeigen werde, ist in den ver-schiedenen Erwcrbszwcigcn sehr verschieden. Bei den meisten Hand-werken ist der Erfolg fast sicher; äußerst unsicher hingegen ist er inden freien Berussarten. Gieb deinen Sohn zu einem Schuhmacherw die Lehre, und es unterliegt kaum einem Zweifel, daß er ein Paarschuhe machen lernen wird; laß ihn nun aber die Rechte studiren,